Gygi rechtfertigt hohen Post-Gewinn
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Gygi rechtfertigt hohen Post-Gewinn

Postchef Ulrich Gygi rechtfertigt den Rekordgewinn des ehemaligen Regiebetriebs in der Höhe von 909 Millionen Franken: Der Bundesrat verlange von der Post, dass sie Mehrwert schaffe. Davon profitierten alle.

«Erst mit 400 bis 500 Millionen Franken Gewinn schafft die Post den vom Bundesrat geforderten Mehrwert», stellte der Konzernleiter am Mittwoch an der Bilanz-Medienkonferenz der Post fest. Deshalb könne die Post nun auch erstmals eine Gewinnausschüttung an den Eigentümer Bund machen.

Die Post fasst laut Gygi auch Akquisitionen ins Auge. «Bisher waren wir vorsichtig. In Zukunft sind Übernahmen aber auch im dreistelligen Millionenbereich durchaus möglich.» Zudem könne die Post dank des Ergebnisses Investitionen selbstständig tragen, wie dies der Bundesrat ebenfalls verlange.

Das Ergebnis komme schliesslich allen zu Gute, stellte Gygi fest. Die Post rüste sich so für den Wettbewerb. Bis 2010 soll das Eigenkapital von heute 2,47 Mrd. Franken den branchenüblichen Stand von rund 3,2 Milliarden erreichen.

Für die Mitarbeiter bedeute der gute Geschäftsverlauf gute Löhne. Die Kunden könnten mit gleichbleibenden Preisen rechnen. Dennoch schliesst Gygi weitere Restrukturierungen nicht aus. Vor der Marktöffnung wäre es laut Gygi vermessen, auf Verbesserungsmassnahmen zu verzichten, nur weil das Resultat so gut sei.

Weitere 250 Millionen Franken aus dem Gewinn sollen nach dem Willen der Post der Pensionskasse zugeführt werden. Der Betrag ist zum Aufbau einer Schwankungsreserve gedacht. Darüber wird der Bund als Eigner entscheiden.

(sda)

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