Basel: Gymnasiasten simulieren eine UNO-Konferenz
Aktualisiert

BaselGymnasiasten simulieren eine UNO-Konferenz

An der Uni Basel findet bereits zum fünften Mal die MUN Regio Basel mit 240 Gymnasiasten statt. Sie simulieren eine UNO-Konferenz.

von
mk
Die Gymnasiasten repräsentieren an der MUN Regio-Basel die Meinung "ihres" Landes.

Die Gymnasiasten repräsentieren an der MUN Regio-Basel die Meinung "ihres" Landes.

Ein guter Anzug, ein edles Kostüm, umrahmt von einer politischen Atmosphäre: Bei den Model United Nations (MUN) geht es um simulierte UNO-Konferenzen und Diskussionsrunden, bei denen Schüler die Möglichkeit haben, ein Land in Bezug auf aktuelle internationale Themen zu vertreten.

Dabei lernen sie die Grundstrukturen der UNO kennen, setzen sich in verschiedenen Komitees wie beispielsweise Food and Agriculture oder HIV/Aids mit anderen Ländervertretern auseinander und versuchen, Lösungen für weltpolitische Differenzen herauszuarbeiten.

Jugendliche mit Engagement

Fabian ist einer der Teilnehmer des diesjährigen MUN Regio Basel, das am 2. und 3. Februar stattfindet. «Ich vertrete das Land Südafrika», so der Gymnasiast. Das Anliegen, das er vertrete, sei vor allem die Gleichberechtigung von Mann und Frau. «Auch privat bin ich der Meinung, dass Geschlechterdiskriminierung nicht sein darf», sagt Fabian.

Auch Seraina ist vom Konzept überzeugt. «Ich argumentiere für Finnland. Dabei stehe ich für eine gute Familienpolitik und ausreichende Investition in die Bildung», sagt die Gymnasiastin aus Liestal. Sie sei aus persönlichem Interesse an dieser Veranstaltung und habe viel über Teamarbeit und Präsentationen lernen können.

Die Nachfrage ist gross

Marlen Schultze, Präsidentin von MUN Basel, ist erfreut über das mehrheitlich positive Echo. «Die Schüler und Studenten machen in diesem Rahmen völlig neue Lernerfahrungen. Sie müssen sich eigenständig Wissen erarbeiten und gewinnen so auch neue Sichtweisen auf Politik und internationale Beziehungen.» Das Projekt erfreut sich grosser Nachfrage. Während im vergangenen Jahr erst 180 Teilnehmer debattierten, sind es dieses Jahr bereits 240 Personen.

Organisiert wird das ehrenamtliche Projekt von eingeschriebenen und ehemaligen Studenten. Gastreferenten sind unter anderem Regierungsrat Christoph Eymann, Nationalrat Daniel Stolz (FDP) und Vertreter von Pharmakonzernen.

Deine Meinung