Aktualisiert 29.06.2005 09:40

Gysi und Lafontaine fischen im Trüben

Die neue Linkspartei will gezielt bei den NPD-Wählern auf Stimmenfang gehen. Dies kündigten die Spitzenpolitiker des Wahlbündnisses aus PDS und WASG, Gregor Gysi und Oskar Lafontaine, an.

Gleichzeitig schlossen die beiden Politiker eine Annäherung an die SPD in der Nach-Schröder-Ära nicht aus.

«Natürlich müssen sich alle Parteien Gedanken machen, wie sie der NPD irregeleitete Wähler wegnehmen können. Ich kämpfe um die», zitierte das Magazin den PDS-Politiker Gysi. Das Thema Schutz vor Billiglohnkonkurrenz dürfe nicht der NPD überlassen werden, erklärte der ehemalige SPD-Chef Lafontaine laut «Stern».

Man könne sich die SPD 2009 als Koalitionspartner vorstellen, sagte Gysi. Er gehe davon aus, dass die Partei sich ändern werde. Mit dem derzeitigen Bundeskanzler Gerhard Schröder sei eine Zusammenarbeit allerdings nicht möglich. «Jetzt mit dem neoliberalen Spitzenkandidat Schröder geht es einfach nicht», zitierte der «Stern» Gysi. Auch Lafontaine betonte, eine SPD, die zu ihren Werten zurückkehre, «ist natürlich unser Partner». (dapd)

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