H. R. Giger: «Alien überzeugt noch»
Aktualisiert

H. R. Giger: «Alien überzeugt noch»

H. R. Giger (63) hat mit Alien ein epochales Monster erschaffen. 24 Jahre nach dem ersten «Alien»-Film ist jetzt eine Sammelbox zum Sci-Fi-Epos erschienen. 20 Minuten hat mit dem Schweizer Oscarpreisträger gesprochen.

Herr Giger, was für ein Verhältnis haben Sie heute zu Alien?

H. R. Giger: Ein gutes. Ich bin mit der Figur wie auch mit dem Film noch immer einverstanden. Besonders die Ästethik überzeugt mich noch heute.

Die Alien-Box enthält den Director's Cut zum ersten «Alien»-Film. Ihr Urteil?

Giger: Sehr gelungen. Regisseur Ridley Scott hat den Film qualitativ aufgewertet, indem er Szenen, die zu hell waren, abdunkelte und damit mysteriöser machte. Vom Bonusmaterial bin ich aber nicht begeistert.

Warum das?

Giger: Mein Oscar, den ich 1980 für das Alien erhielt, wird nicht erwähnt – und in einer Dokumentation über mein Schaffen sind wichtige Dinge rausgeschnitten worden.

Was denn konkret?

Giger: Das Giger-Museum in Greyerz. Das steckt in den roten Zahlen – etwas Reklame hätte ich also brauchen können. Aber da scheint es bei Fox jemanden zu geben, der mich nicht besonders mag (lacht).

Kreaturen wie Alien werden heute am Computer entwickelt. Was halten Sie davon?

Giger: Das hat auch Charme – und diese Arbeit würde mich reizen. Ich müsste nur jemanden finden, der meine Ideen umsetzt – davon habe ich noch mehr als genug.

Thomas Kramer

20 Minuten verlost eine : www.win.20min.ch oder per SMS: WIN ALI und Adresse an 92266 (90 Rp.).

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