Aktualisiert 10.03.2009 22:00

Vogelgrippe

H5N1 bei Wildente in Bayern

Die hoch ansteckende Vogelgrippe ist wieder zurück. Der gefährliche Virus H5N1 wurde bei einer Wildente am Starnberger See in Bayern entdeckt.

Die Ente sei bei einer Jagd erlegt worden, wie die deutschen Behörden nach Brüssel meldeten. Es sei EU-weit der erste Fall in diesem Jahr, bei dem dieser Typ der Vogelgrippe bei einem Wildtier auftauche.

Die Jagd am Starnberger See, bei der die infizierte Wildente getötet wurde, liegt laut Kommission schon einige Wochen zurück: Die Jäger seien im Januar auf die fragliche Pirsch gegangen. Für Routinekontrollen habe man dann Proben von 35 Enten und vier Kanadagänsen untersucht. Bei einer Ente habe man den Virus gefunden.

Normalerweise schreibt das EU-Recht bestimmte Sicherheitsmassnahmen vor, um eine Ausbreitung der Seuche zu vermeiden. Vor allem soll verhindert werden, dass sich Geflügel oder gefangene Vögel anstecken und Geflügelprodukte verseucht werden.

Von diesen Massnahmen könne nach einer Risikoabwägung in bestimmten Fällen abgesehen werden, ergänzte die Kommission. Im aktuellen Fall mache man von dieser Ausnahme Gebrauch, weil die Jagd schon länger zurückliege.

Zum bisher letzten Mal war H5N1 bei wilden Vögeln am 29. Februar 2008 festgestellt worden. Damals wurden elf kanadische Gänse in Grossbritannien positiv getestet. Der letzte Ausbruch der Vogelgrippe H5N1 bei Nutzgeflügel datiert den Kommissionsangaben zufolge vom Oktober 2008 im Landkreis Görlitz in Sachsen.

Menschen können sich bislang allerdings nur schwer mit der Vogelgrippe infizieren. Der H5N1-Virus gilt jedoch als schnell veränderbar. Mediziner sind besorgt, dass der Erreger so stark mutieren könnte, dass sich Menschen untereinander auch massenhaft anstecken könnten.

(Quelle: SDA/AP)

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