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H5N1-Vogelgrippe erneut in China ausgebrochen

Zum vierten Mal innerhalb eines Monats hat China den Ausbruch der Vogelgrippe bestätigt.

In der nordöstlichen Provinz Liaoning sei das gefährliche Virus vom Typ H5N1 in Geflügel und Zugvögeln nachgewiesen worden.

Wie ein Vertreter des Landwirtschaftsministeriums am Freitag sagte, sind seit der Entdeckung des Virus am Mittwoch vergangener Woche knapp 9000 Vögel verendet. 370 000 Tiere seien notgeschlachtet worden. Menschen seien der Krankheit nicht zum Opfer gefallen.

Auf einer Internetseite des Ministeriums hiess es, die Tiere hätten sich durch Zugvögel infiziert. Rund 14 Millionen Vögel seien geimpft worden, Agrarminister Du Quinglin sei in die Region gereist. Seit Mitte Oktober hatte China bereits drei weitere Vogelgrippe-Herde in der Inneren Mongolei sowie in den Provinzen Anhui und Hunan gemeldet.

In Hongkong stellte der Schweizer Pharmakonzern Roche die Lieferung des Grippemittels Tamiflu an private Ärzte und Apotheken vorläufig ein. Roche habe erklärt, dass das Medikament nur noch für die Vorrats-Lager der Regierung verkauft werde, meldete die Nachrichtenagentur reuters.

Wie in anderen Ländern hatten auch die Bewohner Hongkongs aus Angst vor der Vogelgrippe die Tamiflu-Vorräte der Apotheken leergekauft. Roche hatte zuvor bereits für die USA und Kanada einen Lieferstopp erlassen.

Seit 2003 sind an dem Virus H5N1 in Asien 62 Menschen gestorben. Bislang gehen Wissenschaftler davon aus, dass das Virus nur vom Tier auf den Menschen übertragen wird. Sie befürchten eine Pandemie, sollte sich das Virus verändern und sich vom Menschen auf den Menschen übertragen.

(sda)

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