Panne beim Street Food Festival – «Habe 3000 Fr. an Umsatz eingebüsst und musste Essen wegwerfen»
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Panne beim Street Food Festival«Habe 3000 Fr. an Umsatz eingebüsst und musste Essen wegwerfen»

3,5 Wochen lang fand auf der Zürcher Hardturm-Brache das Street Food Festival statt. Technische Probleme am zweitletzten Tag vermiesten den Standbetreibern das Geschäft.

von
Alina Müller
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Am Zürcher Street Food Festival kam es am Samstag zu einem Systemausfall. 

Am Zürcher Street Food Festival kam es am Samstag zu einem Systemausfall.

20min/News-Scout
Die Folge: für rund zwei Stunden konnten die Standbetreiber weder Bestellungen noch Zahlungen annehmen.

Die Folge: für rund zwei Stunden konnten die Standbetreiber weder Bestellungen noch Zahlungen annehmen.

20min/amu
«Ich habe nicht nur fast 3000 Franken an Umsatz eingebüsst, ich musste auch einen grossen Teil des Essens wegschmeissen», erzählt ein Standbetreiber.

«Ich habe nicht nur fast 3000 Franken an Umsatz eingebüsst, ich musste auch einen grossen Teil des Essens wegschmeissen», erzählt ein Standbetreiber.

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Darum gehts

  • Das Bestellsystem am diesjährigen Zürcher Street Food Festival bereitete den Standbetreibern Sorgen.

  • Wegen technischer Probleme hatten sie nicht nur mit Umsatzeinbussen am zweitletzten Tag zu kämpfen, einige mussten die nicht verkauften Esswaren wegwerfen.

Rund 40 verärgerte Standbetreiber und 500 hungrige Gäste: Am Zürcher Street Food Festival fiel am Samstag für rund zwei Stunden das Bestellsystem aus. «Ich habe nicht nur fast 3000 Franken an Umsatz eingebüsst, ich musste auch einen grossen Teil des Essens wegschmeissen», erzählt ein Standbetreiber. Der Grund: «Kurz vor 20 Uhr konnten wir weder Bestellungen noch Zahlungen annehmen.» Viele der Gäste seien schliesslich genervt und hungrig gegangen.

«Dass das genau zur umsatzstärksten Zeit passiert, ist wirklich blöd», meint ein anderer Standbetreiber. Besonders ärgerlich: «Wir durften nur über das System Bestellungen entgegennehmen und Zahlungen abwickeln.» Er sei von Anfang an kein Fan von diesem System gewesen. Man habe so gar keinen persönlichen Kontakt mehr zu den Kundinnen und Kunden. Zudem habe es bereits am Vortag Probleme mit dem System gegeben. «Bei mir ging eine Bestellung fälschlicherweise dreimal ein, wurde aber vom Kunden logischerweise nur einmal bezahlt», so der Mann. Um das Essen nicht wegzuwerfen, habe er einiges verschenkt.

3,5 Wochen lang fand auf der Stadionbrache Hardturm in Zürich das Street Food Festival statt. Die Organisatoren hatten den diesjährigen Event weitgehend bargeldlos geplant. Um das Essen von den Ständen zu bestellen, wurden lediglich Handy und Kreditkarte benötigt. Mittels QR Code gelangte man auf eine virtuelle Speisekarte, wo man sich sein Menü zusammenstellen konnte. Sobald das Essen abholbereit war, folgte eine Benachrichtigung per SMS.

«Das Bestellsystem ist nicht perfekt»

Bei den Organisatoren bedauert man den Ausfall. «Dass wir den Event in dieser Art überhaupt durchführen dürfen konnten, verdanken wir unserem Covid-Schutzkonzept, das neben vielen Anpassungen, auch ‘cashless’ und insbesondere die ‘Bestellung am Tisch’ vorsieht, um ein Anstehen in langen, engen Warteschlangen vor den Ständen zu verhindern», erklärt Sprecherin Katja Weber.

Dafür habe man sich für das Bestellsystem einer jungen Firma entschieden. «Es beinhaltet viele Schnittstellen zu Bezahl-Dienstleistern und ist noch nicht perfekt. Sobald in dieser Kette etwas hakt, kann es zu Problemen kommen.» Insbesondere zu Hauptstosszeiten führe ein technischer Ausfall entsprechend zu einem Rattenschwanz an Problemen. Aufgrund eines Systemausfalles vom Schutzkonzept abzuweichen, sei aber so kurzfristig nicht möglich gewesen. «Das tut uns wahnsinnig leid. Es spornt uns aber an, noch besser zu werden und noch enger mit Lösungsanbietern zusammenzuarbeiten.»

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