Bündner Tiefbauamt: Haben auch Angestellte vom Baukartell profitiert?
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Bündner TiefbauamtHaben auch Angestellte vom Baukartell profitiert?

Bargeld oder kostenlose Bauarbeiten an privaten Liegenschaften: Mitarbeiter des Bündner Tiefbauamts wurden offenbar belohnt, wenn sie beim Baukartell mitgewirkt haben.

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Das Besucherzentrum des Nationalparks in Zernez wurde vom Bund finanziert. Auch bei diesem Projekt deutet vieles auf Absprachen der Engadiner Baumeister hin.

Das Besucherzentrum des Nationalparks in Zernez wurde vom Bund finanziert. Auch bei diesem Projekt deutet vieles auf Absprachen der Engadiner Baumeister hin.

Keystone/Gaetan Bally
So wurden zum Beispiel Rohbau und Betonlieferungen sowie der Ausbau eines früheren Stalls an einer sogenannten Vorversammlung der Unternehmer intern verteilt.

So wurden zum Beispiel Rohbau und Betonlieferungen sowie der Ausbau eines früheren Stalls an einer sogenannten Vorversammlung der Unternehmer intern verteilt.

kein Anbieter/Gaetan Bally
«Sprachlos»: Whistleblower Adam Quadroni über die für ihn gesammelten Spenden. (10. Mai 2018)

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Keystone/Gian Ehrenzeller

Von den jahrelangen Absprachen über Preise und Auftragsvergaben der Baumeister in Graubünden sollen auch Angestellte des kantonalen Tiefbauamts profitiert haben. Das berichtet die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf Eingeweihte.

Beamte sollen als Gegenleistung für das Mitwirken am Kartell angeblich mit kostenlosen Bauarbeiten an privaten Liegenschaften oder mit Bargeld entschädigt worden sein. Die Firmen hätten im Wissen von Mitarbeitern des Tiefbauamts einen zu hohen Bedarf an Kies oder Asphalt für kantonale Bauprojekte veranschlagt. Der nicht benötigte Überschuss sei dann etwa für das Erstellen einer Mauer oder eines Parkplatzes eines privaten Bauherrn verwendet worden.

Das Material sei diesem ebenfalls verrechnet worden, womit es doppelt – sowohl vom Kanton als auch vom Privaten – bezahlt worden sei. Diesem Vorwurf solle nun die Parlamentarische Untersuchungskommission PUK zum Baukartell nachgehen. (sda)

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