Baustopp bei Federer-Villa - «Haben das Gefühl, dass beide Seiten an einer Lösung orientiert sind»
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Baustopp bei Federer-Villa«Haben das Gefühl, dass beide Seiten an einer Lösung orientiert sind»

Derzeit ruhen die Bagger im Ufer-Bereich der geplanten Federer-Villa in Rapperswil. Grund dafür: Eine Einsprache der Umweltorganisation Aqua Viva. Wir haben mit den Verantwortlichen gesprochen.

von
Sven Forster
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Auf diesem Grundstück, direkt am Seeufer in Rapperswil SG, baut Roger Federer sein neues Anwesen.

Auf diesem Grundstück, direkt am Seeufer in Rapperswil SG, baut Roger Federer sein neues Anwesen.

20 min
Der Neubau liegt an der Zürcherstrasse, stadtauswärts.

Der Neubau liegt an der Zürcherstrasse, stadtauswärts.

20 min
Insgesamt verbauen die Federers über 16’000 Quadratmeter Land.

Insgesamt verbauen die Federers über 16’000 Quadratmeter Land.

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Darum gehts

  • Roger Federer baut am Seeufer in Rapperswil-Jona ein neues Haus für sich und seine Familie.

  • Am Ufer ruhen derzeit die Bauarbeiten.

  • Grund dafür ist eine Einsprache einer Umweltorganisation.

Altlasten, Verzögerungen, Einsprachen. Roger Federer hat mit seiner geplanten Villa am Zürichsee so einiges zu tun. Am Sonntag wurde bekannt, dass die Bauarbeiten in einem Teilbereich der Baustelle vorerst ruhen müssen. Es betrifft das Seeufer vor dem Anwesen.

Im Februar 2020 hat die Umweltorganisation Aqua Viva ein Gesuch zur Sistierung der Bauarbeiten eingereicht, diesem wurde nun entsprochen. Doch wieso eigentlich ein Gesuch zur Sistierung? Auf Anfrage von 20 Minuten sagt Tobias Herbst, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von Aqua Viva: «Aus den vorgelegten Bauunterlagen war die Art der Altlasten auf dem Grundstück nicht ersichtlich. Ausserdem fehlten Angaben zur Abschätzung der Umweltrisiken sowie Bestandsaufnahmen von Flora und Fauna im Uferbereich.» Für die Umweltorganisation war klar, dass aufgrund der fehlenden Informationen das Projekt nicht sinnvoll beurteilt werden konnte.

Mit der Einsprache will man sich nicht gegen Federer selber stellen. «Uns ist wichtig, dass gesetzliche Vorgaben eingehalten werden und eine umfassende Abschätzung der ökologischen Folgen für die Gewässerlebensräume und deren Bewohner erfolgt», so Herbst.

Kein Kontakt zu Federer persönlich

Derzeit ist das Verfahren sistiert und liegt bei der zuständigen Bauverwaltung. Aktuell wird eine Vorprüfung betreffend der Altlasten respektive möglicher Bautätigkeiten im Gewässerraum durchgeführt. Aqua Viva plant weiterhin, das Projekt zu überwachen. Herbst: «Aqua Viva wird sich sowohl am Mitwirkungsverfahren als auch im Falle einer Neuauflage aktiv am Prozess beteiligen und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zum Schutz der Gewässer sicherstellen.»

Mit Federer persönlich hatte die Organisation keinen Kontakt. Allerdings wurde im Rahmen der Einspracheverhandlungen eine ökologische Bilanzierung der Uferbereiche präsentiert. Herbst: «Wir haben das Gefühl, dass alle Seiten an einer einvernehmlichen Lösung orientiert sind und wir gemeinsam bestehende Unklarheiten beseitigen können.»

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