Aktualisiert 22.02.2019 17:27

FC Thun im Knigge-Kurs

Haben Fussballer zu wenig Anstand?

Die Spieler des FC Thun mussten zu einer Etiketten-Schulung antraben, denn der Verein will keine Rüpel. Schlechte Vorbilder hätten sie nämlich genug.

von
pal

Fussballer wie Kevin Kuranyi und Jan Löhmannsröben glänzten nicht durch ihr gutes Benehmen. (Video: 20 Minuten)

Jetzt, da die Thuner vorne mitspielen, müssen auch die Tischmanieren aufpoliert werden: In einem Knigge-Kurs lernten die Spieler des FC Thun, wie sie jemanden angemessen begrüssen und stilvoll auftreten. Obwohl es im Spitzenfussball immer wieder vorkommt, will man beim Thuner Verein Wutausbrüche während Interviews, rüppelhaftes Auftreten oder zweideutige Gesten im Siegestaumel wohl vermeiden (siehe Video).

Als jüngstes Beispiel und schlechtes Vorbild gilt Diego Simeone, Trainer von Atlético Madrid. Der «Eiertanz» des Argentiniers beim Champions-League-Achtelfinale gegen Juventus Turin ging viral. Beim Führungstreffer durch Gimenez fasste er sich in den Schritt und jubelte Richtung Publikum.

Keine schlechten Manieren

Die Fussballer aus dem Berner Oberland müssen laut Verein den Kurs aber nicht etwa besuchen, weil sie in der Vergangenheit schreckliche Manieren an den Tag gelegt hätten, sondern weil die Schulung für alle Mitarbeiter, Nachwuchs- und Profispieler sowie Staff-Mitglieder vorgeschrieben ist.

FC Thun im Knigge-Kurs

Wie sich die Fussballer verhalten, war schon immer das Aushängeschild eines Clubs. Nun mussten die Thuner Fussball in den Anstands-Kurs. (Video: Martin Bürki/Berner Zeitung)

Im Kurs lernen die Spieler gute Manieren (Video: «Thuner Tagblatt», Martin Bürki)

Nach dem Kurs sollten die Spieler nun aber ganz sicher nicht mehr schmatzend im Restaurant oder pöbelnd in der Stadt erwischt werden.

«Wir stehen mehr im Fokus»

Thuns Torhüter Guillaume Faivre ist zudem überzeugt, dass die Spieler kein miserables Benehmen hätten: «Ich glaube nicht, dass wir so schlecht in diesem Bereich sind. Wir sind Fussballer und stehen somit mehr im Fokus. Es ist wichtig, dass wir den nötigen Knigge haben», sagt er gegenüber dem «Thuner Tagblatt».

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