15.09.2020 19:20

Bundesrat Ueli Maurer «Haben Geld nicht für zweiten Lockdown»

Der Bundesrat diskutiert derzeit, ob die Qurantäne verkürzt werden kann. Für einen zweiten Lockdown fehlt der Schweiz das Geld, sagt Ueli Maurer.

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Bundesrat Ueli Maurer schliesst einen zweiten Lockdown aus. 

Bundesrat Ueli Maurer schliesst einen zweiten Lockdown aus.

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In einem Interview sagt der Bundesrat, dass der Schweiz das Geld dafür fehlt. 

In einem Interview sagt der Bundesrat, dass der Schweiz das Geld dafür fehlt.

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Finanzminister Maurer erklärte weiter, das Land müsse weiter die Risiken für eine Infektion eingrenzen und an die Eigenverantwortung der Bürger appellieren.

Finanzminister Maurer erklärte weiter, das Land müsse weiter die Risiken für eine Infektion eingrenzen und an die Eigenverantwortung der Bürger appellieren.

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Bundesrat Ueli Maurer geht davon aus, dass die Schweiz die Quarantäne für Menschen nach der Rückkehr aus einem Risikoland wird verkürzen können. Dies sagte der Finanzminister in einem Interview mit der SRF-TV-Sendung «Tagesschau» vom Dienstag.

«Wir diskutieren, wie schnell wir die Leute, die negativ sind, auch wenn sie in einem gefährdeten Gebiet waren, wieder in die Wirtschaft, an den Arbeitsplatz zurückschicken können», sagte Maurer. Es seien dringend sehr viele Tests nötig, um festzustellen, wer wirklich infiziert sei.

Nachbarländer diskutieren über Verkürzung

In der Schweiz müssen seit Anfang Juli alle Personen zehn Tage lang in Quarantäne, nachdem sie aus einem Staat oder Gebiet mit hohem Ansteckungsrisiko in die Schweiz eingereist sind. Mit der Massnahme will der Bundesrat die Einschleppung des Coronavirus eindämmen.

In mehreren Ländern, darunter Deutschland, Frankreich und Italien, ist eine Diskussion um eine Verkürzung der Quarantäne etwa auf sieben oder gar fünf Tage im Gang. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erklärte bislang, es gebe keine neuen Daten, die zeigen würden, dass eine Verkürzung sicher wäre. Bei einer Verkürzung würden viele Leute, die infiziert seien, «verloren» gehen, sagte Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten beim BAG, vergangene Woche in einem Interview.

Finanzminister Maurer erklärte weiter, das Land müsse weiter die Risiken für eine Infektion eingrenzen und an die Eigenverantwortung der Bürger appellieren. «Die Schweiz kann sich keinen zweiten Lockdown leisten. Dafür haben wir das Geld nicht.»

22 Milliarden Franken mehr Schulden

Das Parlament habe etwas über 30 Milliarden Franken an zusätzlichen Ausgaben bewilligt, erklärte Maurer. Man werden etwa 18 Milliarden davon brauchen. Aufgrund auch weniger Einnahmen würden Ende Jahr zusammen rund 22 Milliarden Franken mehr Schulden anfallen.

Bei den Steuereinnahmen rechnet Maurer damit, dass 2024 wieder das Niveau wie vor der Pandemie erreicht werde. Eine Steuererhöhung werde wohl nicht nötig sein. «Wir müssen zurückfinden zur Disziplin in der Ausgabenpolitik», mahnte Maurer.

(SDA)

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813 Kommentare
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Bürger

16.09.2020, 19:51

Entweder der Staat pumpt mehr Geld in die Wirtschaft, damit das Volk dieses Geld durch Arbeitsleistung verdienen und zur Ankurbelung der Wirtschaft wieder ausgeben kann oder der Ueli sitzt weiterhin mürrisch auf dem Staatstresor und sieht zu, wie unsere Volkswirtschaft zu Grunde geht.

Leser

16.09.2020, 18:42

Da hat er recht. Um so wichtiger wird die Eigenverantwortung und Prävention. Alles andere wird teuer.

Antonov

16.09.2020, 18:09

Titel der deutsch.