28.05.2016 11:12

Stephan Lichtsteiner«Haben Qualität, ein grosses Turnier zu spielen»

Mit Belgien hat sich die Schweiz einen gewaltigen Prüfstein ausgesucht. Stephan Lichtsteiner hofft, dass die Nati Selbstvertrauen tanken kann.

von
E. Tedesco, Genf

Am 28. Mai spielt die Schweiz im Rahmen der EM-Vorbereitung in Genf gegen Belgien. Das sagt Captain Stephan Lichtsteiner zum Spiel und den Gegner. (Video: 20 Minuten)

Die schwachen März-Testspiele scheinen weit weg, der Kater nach den Niederlagen in Irland und Bosnien-Herzegowina ausgestanden – oder zumindest in der Vergangenheit zurück gelassen. Im Lager der Schweizer herrscht gute Laune vor. «Wir haben gut trainiert, aber auch viel gelacht», sagt Nati-Trainer Vladimir Petkovic. Und Stephan Lichtsteiner fügt an: «Als ich am Mittwoch angekommen bin, habe ich eine motivierte und optimistische Mannschaft vorgefunden.»

Aber auch ein Team, das sich noch nicht auf Topniveau befindet. Zu viele Spieler rückten erst spät ins Vorbereitungscamp in Lugano ein. Mit Relegationsspielen, Cupfinals oder wie die Super Ligisten die letzten Meisterschaftsrunden in den Beinen. Komplett ist das EM-Kader erst seit Donnerstag. Suboptimal. «Die Frische wird sicherlich noch fehlen», sagt auch Lichtsteiner, der mit der EM 2016 bereits in das vierte Turnier seiner Karriere geht, «aber ein gutes Spiel von uns ist wichtig für das Selbstvertrauen.»

Hohe Ziele und träumen erlaubt

Die Belgier, aktuell auf Rang 2 im Fifa-Ranking, sind ein gewaltiger Brocken und echter Prüfstein für die Schweiz, zumal Trainer Marc Wilmots in Genf nicht mehr testen, sondern Vollgas spielen lassen will. Lichtsteiner: «Belgien hat eine sehr gute Mannschaft und viele Spieler, die auf Topniveau und in grossen Vereinen spielen. Was die individuelle Klasse angeht, haben sie bestimmt einen kleinen Vorteil. Aber rein von der Qualität her, glaube ich, dass wir gut dabei sind.»

Weiter ist der Captain überzeugt: «Das Team arbeitet bis jetzt sehr gut und man muss sich hohe Ziele setzen und Träume haben. Wir haben die Qualität, ein grosses Turnier zu spielen.»

Spiel der letzten Chance

Im Abschlusstraining im Stade de Genève zeichnete sich am Freitagabend ab, dass neben dem gesetzten Abwehrchef Johan Djourou sein Copain Philippe Senderos in der Innenverteidigung spielen wird. Der Genfer wird dem Nati-Coach gute Argumente liefern müssen, um ins 23-Mann-Kader für Frankreich zu rutschen. In der Liga blieb er diese schuldig. Dahinter lauern Steve von Bergen, vor allem aber Nico Elvedi auf einen Platz. «Elvedi beginnt nicht, aber danach ist alles möglich», sagt Vladimir Petkovic.

Die mögliche Startelf: Sommer; Lang, Senderos, Djourou, Rodriguez; Behrami, Xhaka, Dzemaili; Shaqiri, Derdiyok, Mehmedi. (ete)

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