Aktualisiert 15.11.2018 08:56

Weko führt Razzien durchHaben Schweizer Banken Bezahl-Apps boykottiert?

Die Weko hat Razzien bei grossen Finanzinstituten durchgeführt. Grund soll ein Boykott mobiler Bezahllösungen sein.

von
kat
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Verschiedene Schweizer Finanzinstitute sollen mobile Bezahllösungen boykottiert haben.

Verschiedene Schweizer Finanzinstitute sollen mobile Bezahllösungen boykottiert haben.

Yonhap
Die Weko hat Ermittlungen aufgenommen.

Die Weko hat Ermittlungen aufgenommen.

AP/Marcio Jose Sanchez
Im Fokus stehen Bezahllösungen wie Apple Pay und Samsung Pay.

Im Fokus stehen Bezahllösungen wie Apple Pay und Samsung Pay.

AP/Seth Wenig

Die Wettbewerbskommission (Weko) nimmt Schweizer Finanzinstitute ins Visier wegen des mutmasslichen Boykotts mobiler Bezahllösungen wie Apple Pay und Samsung Pay. Sie hat deswegen eine Razzia bei den Grossbanken Credit Suisse und UBS, der PostFinance sowie den Kreditkartenfirmen Swisscard und Aduno durchgeführt.

Am Dienstag habe die Weko eine Untersuchung eröffnet, teilten die Wettbewerbshüter am Donnerstag mit. Es bestehe der Verdacht, dass die Schweizer Finanzinstitute sich abgesprochen hätten, ihre Kreditkarten nicht für die Benutzung mit Applye Pay und Samsung Pay freizugeben, um die Schweizer Lösung Twint zu bevorzugen.

PostFinance kooperiere mit der Wettbewerbsbehörde zur Klärung des Sachverhalts, teilte die Post-Tochter mit. Sie sei überzeugt, nicht gegen das schweizerische Kartellrecht verstossen zu haben.

«Vorwürfe unbegründet»

Die Credit Suisse wiederum erklärte, dass man überzeugt sei, dass sich die Vorwürfe als unbegründet erweisen würden. «Über unsere fünfzigprozentige Tochtergesellschaft Swisscard bieten wir bereits heute Konsumenten in der Schweiz Zugang zu Apple Pay und Samsung Pay», so die CS.

Vor zwei Jahren hatten die Banken Twint mit dem Konkurrenten Paymit fusioniert. Seither gehört Twint den sechs grössten Schweizer Banken und der Finanzinfrastrukturbetreiberin Six. (kat/sda)

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