07.09.2020 08:25

Klein, süss, FarbigHaben Sie schon einmal einen solch putzigen Falter gesehen?

Cornelia Bähni züchtet verschiedenste Falter und Schmetterlinge. Bei sich zu Hause beherbergt sie kleine, putzige Exoten bis hin zu grossen, pfeifenden Totenkopfschwärmern.

von
Raphael Casablanca
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Dieser knapp zwei Zentimeter kleine Falter sticht ins Auge.

Dieser knapp zwei Zentimeter kleine Falter sticht ins Auge.

zvg
Dabei handelt es sich um einen Dryocampa rubicunda. Einen exotischen Falter aus Nordamerika.

Dabei handelt es sich um einen Dryocampa rubicunda. Einen exotischen Falter aus Nordamerika.

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Züchterin Cornelia Bähni hat auch grössere Kaliber.

Züchterin Cornelia Bähni hat auch grössere Kaliber.

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Darum gehts

  • Cornelia Bähni züchtet in ihrer Freizeit Schmetterlinge und Falter.
  • Dabei kümmert sie sich auch um aussergewöhnliche Exemplare, wie etwa den farbigen Dryocampa-Falter.
  • Manche ihrer Falter haben eine Flügelspannweite von bis zu 13 Zentimetern.

Kräftiges Gelb, knalliges Pink, zwei Zentimeter Flügelspannweite: Was von Weitem wie eine Süssigkeit aussieht, ist in Wirklichkeit ein kleiner Nachtfalter. «Das ist einer meiner Exoten», sagt Cornelia Bähni. Die 44-Jährige züchtet in ihrer Freizeit Schmetterlinge und Falter. Und zwar nicht wenige: Rund 25 Arten mit bis zu 100 Exemplaren beherbergt Bähni bei sich zu Hause. Gut fünf Stunden am Tag verbringt sie damit, ihre Lieblinge zu versorgen.

Der gelb-pinke Dryocampa rubicunda gehört dabei zu den auffälligsten Falter ihrer Zucht. «Normalerweise ziehe ich die Raupen auf und lasse die geschlüpften Schmetterlinge und Falter wieder zurück in die Natur», erzählt Bähni. Beim Dryocampa, auch «Rosy maple moth» genannt, sei das nicht möglich: «Diese Art kommt aus Nordamerika und darf bei uns nicht ausgesetzt werden.» Dafür dürfen die Exoten in Bähnis Wintergarten herumfliegen.

Flügelspannweite von bis zu 13 Zentimetern

Neben den kleinen Dryocampa-Faltern hat Bähni auch grössere Kaliber: «Meine Windenschwärmer werden bis zu 13 Zentimeter gross.» Ihre Exemplare, die als Raupen im Kanton Bern gefunden wurden, sind erst vor wenigen Wochen geschlüpft. Wenn der Züchterin einer ihrer Windenschwärmer auf die Hand fliegt, wird einem die imposante Grösse der Tiere bewusst. Diese macht Bähni nichts aus.

Anders erging es einer Frau aus Frauenfeld, die Anfang August von einem riesigen Falter aus dem Schlaf gerissen wurde. Die Frau schlief danach im Wohnzimmer und suchte via Facebook jemanden, der ihr den Falter aus dem Zimmer holte. Sie vermutete, dass es sich um einen Totenkopfschwärmer handelte. Auch Bähni hat bei sich zu Hause mehrere Totenkopfschwärmer, deren Flügelspannweite bis zu 13 Zentimeter betragen kann. «Die Totenkopfschwärmer sind meine Lieblinge», sagt Bähni.

Der Honigräuber

Die Züchterin findet Totenkopfschwärmer besonders faszinierend: «Sie ernähren sich hauptsächlich von Honig in Bienenstöcken. Um an die Waben zu kommen, können sie ihren Geruch so verändern, dass die Bienen denken, es handle sich um einen von ihnen.» In den meisten Fällen werden sie so von den Wächter-Bienen und Arbeiterinnen nicht erkannt und können sich am süssen Honig den Bauch vollschlagen. «Ausserdem können die Totenkopfschwärmer ein pfeifendes Geräusch von sich geben, wenn sie sich bedroht fühlen», sagt Bähni.

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