05.06.2014 15:51

Tweets nach Bluttat

«Haben uns im Bad eingeschlossen»

Der Mann, der in der kanadischen Stadt Moncton drei Polizisten erschossen hat, ist weiterhin auf der Flucht. Die Bewohner haben Angst und twittern aus ihren Verstecken.

von
kko

Die Grossfahndung nach dem Mann, der am Mittwoch in der kanadischen Ostküstenstadt Moncton drei Polizisten getötet und zwei Beamte angeschossen hat, läuft noch immer auf Hochtouren. Am Tag der Bluttat wurde ein Bild des mutmasslichen Täters, einem 24-Jährigen in Tarnanzug, veröffentlicht. Am Donnerstag forderte die Polizei die Bevölkerung erneut dazu auf, daheimzubleiben und die Türen abzusperren.

Auf den sozialen Netzwerken berichten die Menschen, wie sie sich in ihren Wohnungen verbarrikadiert haben. So etwa Will Njoku, der sich mit seiner Frau und seinen drei kleinen Buben im Badezimmer verschanzt hat. Das Quartier sei noch immer abgeriegelt, er höre Helikopter kreisen, ausserdem Schüsse.

Zuvor hatte sich die Familie im Keller eingeschlossen. «Meine Frau hat Angst und mir ist sehr unbehaglich zumute», twitterte Njoku.

Auf Facebook kursiert gemäss CTV News ein Video, das im Innern eines Hauses aufgenommen ist, als draussen Schüsse zu hören sind. «Er hat ihn erschossen!», schreit ein Mann. «Ruft 911!» Ein anderer Mann twitterte ein Foto, das offenbar den Täter von hinten zeigt.

Währenddessen warnen die Behörden weiter vor dem bewaffneten Mann, der sich weiterhin in dem von der Polizei markierten Gelände aufhalten soll. Die Bevölkerung wird dazu angehalten, im Haus zu bleiben und die Türen abzuschliessen.

Man solle wachsam bleiben und bei verdächtigen Beobachtungen den Notruf wählen, sagten die verantwortlichen Beamten an einer Medienkonferenz vom Donnerstag. Ausserdem fordern sie die Leute dazu auf, nichts über die Bewegungen der Polizei auf den sozialen Netzwerken zu posten.

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