Aktualisiert 22.07.2014 19:09

Fieser Angriff

Hacker attackieren zwölf Schweizer Banken

Zwölf Schweizer Banken sind derzeit Opfer eines Hacker-Angriffs. Die Täter nützen eine ausgeklügelte Methode, um an die Kundendaten zu gelangen.

von
hoy
Zwölf Schweizer Banken werden derzeit von Hackern angegriffen.

Zwölf Schweizer Banken werden derzeit von Hackern angegriffen.

Der Eindringling nennt sich Retefe. Der neuartige Trojaner hat es derzeit auf die Kunden von rund zwölf Schweizer Banken abgesehen, wie Serge Droz, Sicherheitsexperte der Schweizer Internet-Registrierungsstelle Switch, gegenüber der «Handelszeitung» bestätigt. Publik gemacht hat den grossangelegten Hacker-Angriff das Informatik-Sicherheitsunternehmen Trend Micro.

Die Angreifer nützen dabei einen fiesen Trick, der auf dem Rechner kaum Spuren hinterlässt. Die Macher hinter dem Trojaner haben ihre Taktik jüngst angepasst. Öffnet der Bankkunde ein Spam-Mail, manipuliert dieses den Rechner. Sobald der Kunde dann die E-Banking-Seite seiner Bank aufruft, wird er auf einen falschen Server umgeleitet. Diese zeigt ihm eine kopierte Seite der Bank. So gelangen die Betrüger an die Login-Daten des Nutzers. Das Programm löscht sich danach selbst.

Bei Verdacht Bank kontaktieren

Doch das ist noch nicht alles: Der E-Banking-Kunde wird zusätzlich dazu aufgefordert, auf seinem Smartphone eine App zu installieren. Diese ist ebenfalls manipuliert und schickt dann auch diese Sicherheitsdaten an die Hacker weiter. Die Betrüger erhalten dadurch die volle Kontrolle über das E-Banking-Konto des Opfers

Sicherheitsexperte Droz empfiehlt E-Banking-Kunden, die einen Verdacht haben, dass ihr Smartphone manipuliert wurde, sofort die Bank zu kontaktieren. Die Finanzinstitute können den Kunden weiterhelfen und unter Umständen verdächtige Transaktionen stoppen.

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