Hacker darf an die USA ausgeliefert werden
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Hacker darf an die USA ausgeliefert werden

Der Brite Gary McKinnen soll an die USA ausgeliefert werden. Er hackte sich ins Pentagon, jetzt drohen ihm bis zu 60 Jahre Haft.

Gary McKinnon wird seitens der USA vorgeworfen, zwischen Februar 2001 und März 2003 von seinem Computer aus illegal in 97 amerikanische Netzwerke eingedrungen zu sein. Diese wurden unter anderem von der NASA, dem Pentagon der US Army, der Navy und der Air Force betrieben. Der heute 40-jährige McKinnon hatte auf seinen illegalen Cyberausflügen etliche Dateien des Marinestützpunktes Earle vernichtet. Dadurch stürzte das gesamte Netzwerk der Marinebasis kurzweilig ab.

Auf US-Seite wird vom grössten Militärhack aller Zeiten gesprochen. Der Brite seinerseits beteuert, er sei lediglich aus Neugierde durch die militärischen Netzwerke gestreift, zum Beispiel au der Suche nach zurückgehaltenen Informationen über Ufos.

Der Londoner Bow Street Magistrates' Court hat nun entschieden, dass der Hacker an die USA ausgeliefert werden darf. Bei einer Verurteilung in den Staaten drohen McKinnon neben einer Busse in Millionenhöhe bis zu 60 Jahre Haft.

Britische Hacker gehen davon aus, dass die USA ein Exempel statuieren wollen, um politische Bedürfnisse zu befriedigen. Bevor es zur Auslieferung kommt, muss allerdings Innenminister John Reid dem Urteil zustimmen.

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