Aktualisiert 23.03.2017 13:27

Apple wird erpresst

Hacker drohen, 300 Mio iPhones zu löschen

Cyber-Kriminelle nehmen Apple ins Visier. Sie behaupten, sich in 300 Millionen iCloud-Accounts hacken zu können. Apple hat dies dementiert.

von
heute.at/hal
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Hacker drohen im März 2017, 300 Millionen iCloud-Accounts zu hacken. Sie erpressen damit Apple.

Hacker drohen im März 2017, 300 Millionen iCloud-Accounts zu hacken. Sie erpressen damit Apple.

heute.at
Über die iCloud können auch Geräte aus der Ferne gelöscht werden.

Über die iCloud können auch Geräte aus der Ferne gelöscht werden.

Immer wieder machen iCloud-Hacks Schlagzeilen. Prominentestes Opfer: Jennifer Lawrence – von ihr erschienen private Nacktbilder im Web.

Immer wieder machen iCloud-Hacks Schlagzeilen. Prominentestes Opfer: Jennifer Lawrence – von ihr erschienen private Nacktbilder im Web.

Axelle/bauer-griffin

Die Hacker nennen sich «Turkish Crime Family» und wollen von Apple 75'000 Dollar in virtueller Währung (Bitcoin oder Ethereum) oder 100'000 Dollar in Form von iTunes-Geschenkkarten.

Sie geben an, sich Zugang zu 300 Millionen iCloud-Accounts verschaffen zu können. Dort sind nicht nur die privaten Fotos und Daten von iPhone-Besitzern gespeichert, es gibt dort auch die Möglichkeit, das Gerät aus der Ferne (remote) komplett zu löschen. Falls Apple bis am 7. April nicht zahlt, wollen sie ernst machen.

Motherboard hat mit einem der Hacker gesprochen und will auch Screenshots von einer E-Mail-Konversation mit der Sicherheitsabteilung von Apple gesehen haben. Die Cyberkriminellen haben dem Magazin jedoch keine konkreten Informationen zur Verfügung gestellt, um die Behauptung zu bestätigen.

«Wir gehen nicht auf Forderungen ein»

Der anonyme Apple-Mitarbeiter forderte die Hacker darin zunächst auf, ein Video, das sie beim Einsteigen in eine fremde iCloud zeigt, zu löschen, da es «unerwünschte Aufmerksamkeit» errege. Ausserdem schreibt er: «Sie sollten wissen, wir gehen nicht auf die Forderungen von Cyber-Kriminellen ein.» Er werde die E-Mails an die Behörden weiterleiten.

Um Ihre Daten selbst zu schützen, empfiehlt es sich, ein Back-up zu erstellen und auf dem Laptop oder Desktop zu speichern. So können Sie die Daten, sollten Sie wirklich betroffen sein, im Notfall wiederherstellen.

Update vom 23. März: Apple hat inzwischen Stellung genommen. Es gebe kein Datenleck bei iCloud und Apple-ID, sagte ein Sprecher gegenüber Fortune.com. Und: Die angebliche Liste mit E-Mail-Adressen und Passwörtern für Apple-Accounts scheine von Leaks anderer Anbietern zu stammen, heisst es.

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