Aktualisiert 07.05.2020 16:17

Ausmass unbekannt

Hacker erpressen Stadler nach Cyberangriff

Das IT-Netzwerk von Stadler wurde mit Schadsoftware angegriffen. Eine detaillierte Untersuchung des Sachverhalts läuft.

von
Tobias Wedermann
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Stadler Rail hat am Donnerstag vermeldet, dass sein IT-Netzwerk mit einer Schadsoftware attackiert wurde. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Stadler Rail hat am Donnerstag vermeldet, dass sein IT-Netzwerk mit einer Schadsoftware attackiert wurde. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Täter würden versuchen, Stadler unter Forderung hoher Geldbeträge zu erpressen und mit der möglichen Veröffentlichung von Daten unter Druck zu setzen, um dem Unternehmen und damit auch seinen Mitarbeitenden zu schaden. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Täter würden versuchen, Stadler unter Forderung hoher Geldbeträge zu erpressen und mit der möglichen Veröffentlichung von Daten unter Druck zu setzen, um dem Unternehmen und damit auch seinen Mitarbeitenden zu schaden. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

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Auf die Weiterführung der Zug-Produktion hat der Cyberangriff laut Stadler keinen Einfluss. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Auf die Weiterführung der Zug-Produktion hat der Cyberangriff laut Stadler keinen Einfluss. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

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Interne Überwachungsdienste von Stadler Rail haben festgestellt, dass das IT-Netzwerk des Unternehmens mit Schadsoftware angegriffen wurde und mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Datenabfluss noch nicht genau bekannten Ausmasses stattgefunden hat. Dies teilte der Konzern in Bussnang TG am Donnerstagabend mit. Es sei von einer professionellen Attacke auszugehen. Die unbekannten Täter würden zudem versuchen, Stadler unter Forderung hoher Geldbeträge zu erpressen und mit der möglichen Veröffentlichung von Daten unter Druck zu setzen. Dies, um dem Unternehmen und damit auch seinen Mitarbeitenden zu schaden.

Stadler hat umgehend die erforderlichen Sicherheitsmassnahmen eingeleitet, externe Spezialisten beigezogen und die zuständigen Behörden involviert, heisst es weiter in der Medienmitteilung. Die Backup-Daten des Unternehmens seien vollumfänglich vorhanden und funktionsfähig – alle beeinträchtigten Systeme werden wieder hochgefahren. «Trotz Corona-Pandemie und Cyberangriff ist die Weiterführung der Produktion neuer Züge sowie der Service-Dienstleistungen von Stadler gewährleistet.»

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