EA Games - Hacker haben den Quellcode für «Fifa 21» geklaut
Publiziert

Grosser SchlagHacker haben den Quellcode für «Fifa 21» geklaut

Das Gaming-Studio EA ist Opfer eines Hacking-Angriffs geworden. Mit den gestohlenen Daten könnte das beliebte Fussball-Spiel nachgebaut oder Hacks für das Spiel programmiert werden.

von
Dominique Zeier
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Hacker haben Daten des Entwicklerstudios von «Fifa 21» geklaut. 

Hacker haben Daten des Entwicklerstudios von «Fifa 21» geklaut.

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Konkret wurde der Quellcode von «Fifa 21» gestohlen. 

Konkret wurde der Quellcode von «Fifa 21» gestohlen.

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EA teilt aber mit, dass keine Gamer-Daten kompromittiert wurden. 

EA teilt aber mit, dass keine Gamer-Daten kompromittiert wurden.

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Darum gehts

  • Der Entwickler von «Fifa 21» ist einem Hacking-Angriff zum Opfer gefallen.

  • Dabei wurden 780 Gigabye an Daten geklaut.

  • Diese Daten seien kurz darauf in Untergrund-Foren zum Verkauf angeboten worden.

  • Die Privatsphäre der Spielerinnen und Spieler sei aber zu keiner Zeit in Gefahr gewesen, so das Studio.

Der Computerspielehersteller Electronic Arts (EA) hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen Opfer eines Hacking-Angriffs geworden ist. Dabei seien die Quellcodes mehrerer Spiele gestohlen worden. Betroffen ist unter anderem das beliebte Fussball-Game «Fifa 21», aber auch die Spiel-Engine Frostbite, die für viele weitere, berühmte Games wie beispielsweise «Battlefield» verwendet wurde, konnte von den Angreifern heruntergeladen werden.

Bei Quellcodes handelt es sich um eine vereinfachte Version von Computer-Softwares, die meist einfacher zu lesen und zu verstehen sind, als die finale Version. Wer also beispielsweise über den Quellcode eines Videogames verfügt, kann dieses nicht direkt ablaufen lassen, aber es ist durchaus möglich, das Spiel mit Hilfe des Quellcodes nachzubauen. Die Informationen könnten aber auch dafür verwendet werden, Cheat-Codes und Hacks für Spiele wie «Fifa 21» oder «Battlefield» zu entwickeln.

Daten zum Verkauf angeboten

Insgesamt ist es den Hackern gelungen, 780 Gigabyte an Daten zu klauen. Darunter befinden sich laut dem Entwicklerstudio aber keine Userdaten. Gamerinnen und Gamer müssen sich also nicht um die Sicherheit ihrer Privatsphäre sorgen. Nun werde der Angriff genaustens untersucht und die Behörden seien eingeschaltet worden, teilt ein EA-Sprecher mit.

Das Unternehmen habe aber bereits erste Schritte unternommen und die Sicherheit seiner Systeme verbessert. Man erwarte aufgrund des Angriffs nun keinen negativen Einfluss auf die Spiele oder das Geschäftswesen. Laut Vice.com sind die gestohlenen Daten aber bereits in einem Untergrund-Hacking-Forum aufgetaucht und werden dort zum Verkauf angeboten.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Gaming-Studio einem gross angelegten Hack zum Opfer fällt. Bereits im November letzten Jahres wurde Capcom, der Hersteller von Games wie «Street Fighter» und «Resident Evil», von Hackern angegriffen. Dabei wurden die Informationen von rund 350’000 Gamerinnen und Gamern geklaut. Ausserdem kam es im Februar bei CD Project Red, das hinter «Cyberpunk 2077» steckt, zu einem Hacking-Angriff. Auch dabei wurde der Quellcode für mehrere Games gestohlen und online versteigert.

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