Hacker klauen Kreditkarten über Schweizer Schifffahrtsgesellschaft
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Website manipuliertHacker klauen Kreditkarten über Schweizer Schifffahrtsgesellschaft

Cyberkriminelle sind über die Website einer Schifffahrtsgesellschaft an die Kreditkarten von mehreren Kundinnen und Kunden gekommen. Danach wurde unerlaubt Geld überwiesen.

von
Tobias Bolzern
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Die Schifffahrtsgesellschaft CGN wurde von Hackern angegriffen. 

Die Schifffahrtsgesellschaft CGN wurde von Hackern angegriffen.

CGN/B. Francey
So ist es Unbekannten gelungen, Kreditkartendaten zu entwenden.

So ist es Unbekannten gelungen, Kreditkartendaten zu entwenden.

Unsplash
In mindestens einem Fall wurde damit eine unerlaubte Transaktion ausgelöst.

In mindestens einem Fall wurde damit eine unerlaubte Transaktion ausgelöst.

REUTERS

Darum gehts

  • Hacker haben die Website der Schifffahrtsgesellschaft CGN manipuliert.

  • So kamen die Cyberkriminellen an die Bankdaten der CGN-Kundschaft.

  • In mindestens einem Fall wurde so unerlaubt ein Geldbetrag überwiesen.

  • Die Schifffahrtsgesellschaft warnt, man solle Kontoauszüge beobachten.

Kaviar-Brunch, Riviera-Tour, Erlebnis-Rundfahrten: Die Lausanner Compagnie générale de navigation sur le lac Léman (CGN) bietet diverse Ausflüge auf dem Genfersee an. Wer Ende August über die offizielle Website der Schifffahrtsgesellschaft ein Ticket gebucht hat, ist nun in Gefahr. So ist es Cyberkriminellen nämlich gelungen, den Kaufprozess zu manipulieren und sich so die Daten zu erschleichen, wie die Westschweizer Zeitung «24 Heures» berichtet.

Während man ein Ticket kaufte, gab es auf der Site ein Pop-up-Fenster, das die Kundinnen und Kunden aufforderte, die Daten ihrer Visa- oder Mastercard-Kreditkarte einzugeben. So sei sie für die nächste Bestellung gleich gespeichert, hiess es. Das Problem: Wer dies machte, schickte seine persönlichen Kreditkartendaten direkt an die Cyberkriminellen weiter.

Betrugsversuch gestoppt

So gelang es den Unbekannten, die Angaben von mehreren Kundinnen und Kunden zu stehlen. In mindestens einem Fall wurde damit eine unerlaubte Transaktion ausgelöst. Ein weiterer Betrugsversuch konnte vor dem Abschluss gestoppt werden, erklärt Florentine Baron Pailhès, Verantwortliche für Verkauf und Marketing bei CGN gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Wie hoch die Schadenssumme ist, ist nicht bekannt. Die nicht namentlich genannte Bank wolle das Geld, das die Betrügerinnen und Betrüger überwiesen haben, zurückerstatten, hiess es.

Der bösartige Code sei laut der Schifffahrtsgesellschaft nur wenige Tage auf der Website aktiv gewesen. Die Mehrheitsaktionäre der CGN- Gruppe sind Kantone und Gemeinden rund um den Genfersee. Man rate nun den Kundinnen und Kunden, dass sie ihre Kontoauszüge genau studieren. Beim Verdacht einer unerlaubten Transaktion, solle man direkt das Finanzinstitut kontaktieren.

Kundschaft informiert

Als weitere Sicherheitsmassnahme hat die CGN diese Woche alle Personen, die seit April 2021 ein Ticket im Online-Shop der Schifffahrtsgesellschaft gekauft haben, per Mail über den Vorfall informiert. Massnahmen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern, seien getroffen worden. Eine Anzeige werde geprüft.

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