Auf Twitter gestellt: Hacker klauen «Schatten- CIA» heikle Daten
Aktualisiert

Auf Twitter gestelltHacker klauen «Schatten- CIA» heikle Daten

Anonymous-Aktivisten haben 4000 Kreditkartendaten und streng geheime Kundenlisten entwendet. Die Online-Aktivisten wollten eine Million Dollar abzweigen und als Weihnachtsspenden verteilen.

von
jam

Hacker der Online-Aktivistengruppe Anonymous haben am Sonntag offenbar eine grosse Zahl an E-Mail- und Kreditkartendaten des in den USA ansässigen Sicherheitsinstituts Stratfor gestohlen. Ziel der Aktion sei es gewesen, mit den Daten eine Million Dollar zu entwenden und diese dann als Weihnachtsspenden zu verschenken, teilten die Hacker mit.

Per Twitter veröffentlichte die Gruppe einen Link, der nach ihrer Darstellung die streng geheime Kundenliste von Stratfor zeigt. Dazu zählen demnach das US-Militär und Internetfirmen wie Apple und Microsoft. Insgesamt seien mehr als 4000 Kreditkartennummern von Angestellten der betroffenen Firmen und Regierungsinstitutionen entwendet worden. Anonymous kritisierte auf Twitter, dass solche heikle Daten unverschlüsselt im Klartext in Datenbanken gespeichert waren. Man habe die Daten und E-Mails noch gar nicht durchforstet, so die Aktivisten weiter. Sie erwarten jedoch aufschlussreiche Inhalte.

Attacke gegen Sony wird zur Lachnummer

Stratfor bietet politische, wirtschaftliche und militärische Analysen an, die den Kunden helfen sollen Risiken zu minimieren, wie aus einer Beschreibung auf der YouTube-Seite der Firma hervorgeht. Wegen der Beratertätigkeiten für Regierungsinstitutionen und wichtige Konzerne und der rigorosen Geheimhaltungspolitik wird Stratfor von US-Medien hin und wieder als «Schatten-CIA» bezeichnet.

Die Behörden sind eingeschaltet

Die offizielle Webseite war nicht verfügbar. Abonnenten müssen online für diese Analysen bezahlen, die per Video oder E-Mail weitergeleitet werden. Nicht erfreut über den Angriff zeigte sich der Stratfor-CEO, der in einem Mail an die Unternehmenskunden darüber informiert habe, dass die Behörden eingeschaltet worden seien. Das berichtet das österreichische Technologie-Portal futurezone.at. Ausserdem untersuche man, in welchem Umfang die Angreifer Daten entwenden konnten.

«Gar nicht mehr so privat und sicher?», schrieb Anonymous auf Twitter und kündigte an, dass die Attacke auf Stratfor nur die erste von mehreren sei, die die Hackergruppe anlässlich von Weihnachten plane. (jam/dapd)

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