Nach Cyberangriff: Hacker verlangen von der Campari-Gruppe 15 Millionen Dollar Lösegeld
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Nach CyberangriffHacker verlangen von der Campari-Gruppe 15 Millionen Dollar Lösegeld

Unbekannte haben einen Cyberangriff auf einen der grössten Spirituosenhersteller der Welt gestartet: Die italienische Campari-Gruppe war tagelang offline. Nun fordern die Hacker mehrere Millionen Dollar.

von
Tobias Bolzern
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Die Campari-Gruppe macht 1,8 Milliarden Euro Jahresumsatz. 

Die Campari-Gruppe macht 1,8 Milliarden Euro Jahresumsatz.

REUTERS
Neben Campari … 

Neben Campari …

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… hat der Konzern auch Skyy Vodka oder den Wild Turkey Bourbon im Portfolio. 

… hat der Konzern auch Skyy Vodka oder den Wild Turkey Bourbon im Portfolio.

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Darum gehts

  • Hacker haben Daten von der Campari-Gruppe geklaut.

  • Sie erpressen damit den italienischen Spirituosenhersteller.

  • Die IT-Infrastruktur des Konzerns war tagelang offline.

  • Die Hacker fordern ein Lösegeld in Höhe von 15 Mio. Dollar.

Aperol, Skyy Vodka und Wild Turkey Bourbon: Die Campari-Gruppe mit Sitz in Mailand zählt weltweit zu den grössten Spirituosenherstellern. Der Konzern verkauft seine Getränke in mehr als 190 Länder weltweit. Mit einem Jahresumsatz von 1,8 Milliarden Euro ist die Campari-Gruppe aber auch eine Zielscheibe für Angriffe.

Hacker haben in den letzten Tagen die Server des Herstellers angegriffen, wie Zdnet.com schreibt. Dabei kam offenbar die sogenannte Ransomware namens RagnarLocker zum Einsatz. Diese Art von Schadsoftware kann alle Dateien, die in Reichweite sind, verschlüsseln. Die Angreifer fordern dann im Gegenzug ein Lösegeld, um die Files wieder zu entschlüsseln.

24 Länder betroffen

Laut dem Bericht von Zdnet.com drohen die Hacker ausserdem, die Dateien, die beim Angriff geklaut wurden, zu veröffentlichen. Auf einer von den Hackern eingerichteten Website sind unter anderem Screenshots von Verträgen, darunter mit Schauspieler Matthew McConaughey, zu sehen. Geteilt wurden auch Screenshots von Bankdokumenten oder Social-Security-Nummern von US-Angestellten. Laut den Angaben der Hacker wurden beim Angriff mehr als zwei Terabyte Daten gestohlen.

Laut einem Sicherheitsforscher, der den Fall untersucht und sich selbst Pancak3 nennt, wurden Dateien auf Campari-Servern in 24 Ländern verschlüsselt. Teile der IT-Infrastruktur und auch die Site des Unternehmens waren über die letzten Tage hinweg offline. Die Angreifer fordern laut Bleepiungcomputer.com ein Lösegeld in Höhe von 15 Millionen Dollar.

Bekannte Gruppe

Die Campari-Gruppe hat die Cyberattacke in einem Statement bestätigt. Man arbeite an einem Neustart der Systeme. Ob auf die Forderung der Angreifer eingegangen wird, ist nicht klar. Das Ultimatum der Angreifer läuft am 7. November aus. Die Gruppe hinter dem RagnarLocker hat in den letzten Monaten mehrere grosse Angriffe zu verschulden. Ziele waren unter anderem der portugiesische Energieriese Energias de Portugal sowie das französische Logistikunternehmen CMA CGM.

Digital-Push

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Deine Meinung

71 Kommentare
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bürger

09.11.2020, 13:23

Sollte der Tag kommen wo ein Geschäft nicht mein Bargeld annehmen will spaziere ich mit der Ware einfach heraus und wenn die Polizei mich für das verhaften will dann nehme ich ein guten Anwalt und verklage das Geschäft und die Polizei und dann sehen wir mal wer gewinnt macht weiter so mit dem schleichenden zwang wie E Rechnung und Co denn ich lasse es drauf ankommen in der Verfassung steht nicht das man ein PC und ein Smartphone haben muss bin gespannt was dann Passiert

Cash Lover

09.11.2020, 12:37

die sind doch trotz ihres Umsatzes so hoch verschuldet..... hoffentlich bezahlen sie nicht mit bit oder anderen coins...... ich halt mal die Hand auf denn nur Bares ist Wahres !

bürger

09.11.2020, 12:06

An alle Bürger zahlt konsequent mit Bargeld und EZ verweigert E Rechnung