The Shadow Brokers: Hackergruppe verschenkt NSA-Spionagesoftware

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The Shadow BrokersHackergruppe verschenkt NSA-Spionagesoftware

Hacker haben erneut Tools zu Spionagemethoden des US-Geheimdienstes NSA veröffentlicht. Dies aus Frust über Donald Trumps Politik.

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swe
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Das NSA-Hauptquartier in Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland. Die Software-Werkzeuge der Behörde sind von Unbekannten mit dem Synonym The Shadow Brokers veröffentlicht worden.

Das NSA-Hauptquartier in Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland. Die Software-Werkzeuge der Behörde sind von Unbekannten mit dem Synonym The Shadow Brokers veröffentlicht worden.

Wikipedia/TrevorPaglen
In der Liste von den Shadow Brokers ist auch ersichtlich, dass die Universität Genf von der NSA gehackt wurde. Betroffen sind unter anderem auch sechs Universitäten in Deutschland.

In der Liste von den Shadow Brokers ist auch ersichtlich, dass die Universität Genf von der NSA gehackt wurde. Betroffen sind unter anderem auch sechs Universitäten in Deutschland.

Die Hackergruppe The Shadow Brokers hatte die Software, die die NSA zum Einbrechen in fremde Computersysteme verwendet, bereits im vergangenen Jahr erbeutet und wollte die Daten mit den NSA-Tools im Internet verkaufen.

Der versuchte Verkauf scheiterte jedoch, weil niemand bereit war, dafür eine Million Bitcoin zu bezahlen, was damals einer halben Milliarde Dollar entsprach. Nun hat sich die Gruppe in einem Blogeintrag wieder zu Wort gemeldet und die NSA-Tools kostenlos im Netz verfügbar gemacht.

«Trump hat seine Basis verraten»

Der Grund? Die Hacker sind mit der Politik von US-Präsident Donald Trump unzufrieden, wie sie schreiben. «Die Shadow Brokers haben dich gewählt. Die Shadow Brokers unterstützen dich. Die Shadow Brokers verlieren den Glauben an dich», warnen die Hacker in etwas wirrem und schlechtem Englisch.

Trump würde mit seiner aktuellen Politik seine Basis verraten, als Beispiele werden unter anderem der Rausschmiss von Steve Bannon aus dem Nationalen Sicherheitsrat und der Militärschlag auf einen Luftwaffenstützpunkt in Syrien genannt.

Nicht alle geklauten Tools veröffentlicht

Whistleblower Edward Snowden, der das NSA-Abhörprogramm einst enthüllte, hat das Schadsoftware-Arsenal begutachtet. Auf Twitter teilte er mit, dass es sich dabei nicht um das gesamte entwendete Hackertools-Repertoire handle.

Die NSA dürfte darüber hinaus anhand der veröffentlichten Software leicht herausfinden, wer die geheimen Tools gestohlen oder weitergegeben hat, ergänzte Snowden.

Wer sich hinter der Bezeichnung The Shadow Brokers verbirgt, ist nicht klar. Ein ehemaliger NSA-Mitarbeiter geht davon aus, dass es sich um einen Insider handeln muss. Verschiedene Hacker und Sicherheitsexperten gehen allerdings davon aus, dass es sich beim Material um ältere Daten aus den Jahren 1996 bis 2006 handelt.

Weil die Vögel es nicht von den Dächern zwitschern

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