Aktualisiert 09.10.2012 19:47

Mitten in MadridHäftling besucht Ehefrau und findet Mumie

Ein verurteilter Vergewaltiger, der am Wochenende erstmals nach zwei Jahren Urlaub bekommen hatte, fand seine Ehefrau tot in der Wohnung. Die Leiche war bereits mumifiziert.

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Der Ehemann alarmierte die Polizei, nachdem er die mumifizierte Leiche seiner Frau fand. (Symbolbild)

Der Ehemann alarmierte die Polizei, nachdem er die mumifizierte Leiche seiner Frau fand. (Symbolbild)

Der Schock der Nachbarn in Ciempozuelos in Madrid ist riesig. Schon lange hatten sie behauptet, dass der starke Geruch aus der Wohnung von Ángeles Fernández nicht normal sei. Doch die Behörden ignorierten die inständigen Bitten der Anwohner, die Wohnung der Frau zu stürmen, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist.

Auch ihr Ehemann Eduardo Ruiz machte sich Sorgen um seine Frau. Ruiz sitzt seit Mitte 2010 im Gefängnis und hatte seit September 2011 nichts mehr von Ángeles gehört. Da er wegen der Vergewaltigung der Schwester seiner Ehefrau in Haft war, nahmen ihn die Gefängnisbeamten nicht ernst. Es sei verständlich, dass seine Frau den Kontakt zum Vergewaltiger ihrer Schwester abbreche, meinten sie.

Keine Puppe, sondern eine Leiche

Doch Ruiz liess nicht locker. Vergangenes Wochenende hat er zum ersten Mal Hafturlaub erhalten und wollte Fernández besuchen. Nachdem die Frau die Türe nicht öffnete, schlug er diese mit einem Fusstritt auf. Im Schlafzimmer fand er die Leiche seiner Gattin. «Ich dachte zuerst, es liege eine Puppe auf unserem Bett», erzählt Ruiz der spanischen Presse. Doch beim näheren Betrachten merkte er, dass es sich um Ángeles' Leiche handelte, die nicht verwest, sondern mumifiziert war.

Ruiz alarmierte daraufhin die Polizei. Die Überreste seiner Frau wurden in Madrids Leichenschauhaus gebracht, wo sie heute obduziert wurden.

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