Aktualisiert 25.06.2009 09:45

KreuzlingenHäftling fackelt eigene Zelle ab

Ein algerischer Häftling wählte eine aussergewöhnliche Methode, um gegen seine Inhaftierung zu protestieren. Er setzte seine Zelle in Brand.

Gestern am späten Nachmittag ist im Regionalgefängnis Kreuzlingen TG ein 21-jähriger algerischer Häftling völlig ausgetickt: «Er hat seine Matratze mit Streichhölzern angezündet», sagt Polizeisprecher Christoph Gremiger. Die Feuerwehr musste sich mit Atemschutzgeräten zum Brandherd vorkämpfen, konnte aber das Feuer rasch löschen. Der Knastbruder, der wegen Vermögensdelikten und illegalem Aufenthalt einsitzt, erlitt eine leichte Rauchvergiftung. Schwerer hat es die Zelle erwischt: Es entstand ein Sachschaden von rund 70 000 Franken.

Häftlinge randalieren aus Frust

Laut dem Polizeisprecher sass der Algerier erst wenige Tage im Gefängnis. «Es kommt ab und zu vor, dass Häftlinge ausrasten. Oftmals zerstören sie aber etwa das Brünneli oder die Matratze und zünden nicht gleich die ganze Zelle an», so Gremiger weiter. Vielfach sei dies ein Zeichen von Frustration und Wut über die Verhaftung.

(am)

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