Tod im Gefängnis: Häftling stirbt wegen defektem Ventilator
Aktualisiert

Tod im GefängnisHäftling stirbt wegen defektem Ventilator

Der Tod eines Häftlings im Gefängnis von Bochuz (VD) hat in der Westschweiz hohe Wellen geworfen. Nun liegt eine erste Stellungsnahme des Untersuchungsrichters vor.

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whr
Das Gefängnis Bochuz, wo Skander Vogt ums Leben kam. (Bild: Keystone/Le Matin)

Das Gefängnis Bochuz, wo Skander Vogt ums Leben kam. (Bild: Keystone/Le Matin)

Ein defekter Ventilator ist der Grund für den Tod eines Häftlings im Waadtländer Gefängnis Bochuz am 11. März dieses Jahres. Der Mann starb an einer Rauchvergiftung, nachdem er seine Matratze in Brand gesetzt hatte.

Die Gefängniswärter hätten den Brand zwar gelöscht, doch erst nach rund 30 Minuten bemerkt, dass der Ventilator nicht funktioniere, heisst es in einem am Mittwoch verschickten Communiqué seitens des Untersuchungsrichters.

Expertise im Juli

Laut dem Communiqué war lediglich der Ventilator in der Zelle des Brandstifters defekt gewesen, sämtliche anderen hätten funktioniert. Das Ventilationssystem entspreche den Sicherheitsvorschriften.

Es sei jedoch noch zu früh, um sagen zu können, ob jemand im Sinne des Strafrechts zur Verantwortung gezogen werden müsse, heisst es weiter. Die Resultate der Expertise werden im Juli erwartet.

Die Westschweizer Presse hatte ein Protokoll veröffentlicht, das grosse Kommunikationsprobleme zwischen Gefängnis und Polizei aufzeigte.

(whr/sda)

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