Aktualisiert 01.05.2016 19:26

Kritik am Zivilschutz

«Hälfte der Aufgebotenen sitzt im Restaurant»

Ein langjähriger Zivilschützer kritisiert das Programm «Aktiv Plus» der Stadt Zürich als blödsinnig. Die Stadt wehrt sich.

von
R. Landolt
Es sei ein «offenes Geheimnis unter Zivilschützern, dass zu viele Leute aufgeboten und die Tage künstlich in die Länge gezogen werden».  Das sagt M.L. über das «Aktiv Plus»-Programm der Stadt Zürich.

Es sei ein «offenes Geheimnis unter Zivilschützern, dass zu viele Leute aufgeboten und die Tage künstlich in die Länge gezogen werden». Das sagt M.L. über das «Aktiv Plus»-Programm der Stadt Zürich.

Keystone/Petra Orosz

M.L. hat in der Stadt Zürich 20 Jahre lang Zivilschutzdienst geleistet. Jeweils eine Woche im Jahr brachte er Spritzen in Fixerstuben, fuhr Demente in Tagesstätten und verteilte jüngst bei den Altstetter Sexboxen XXL-Pakete mit Kondomen. Nachdem sich ein Firmengründer über den Zivildienst-Zwang aufgeregt hat, findet M.L., der Chef eines 25-köpfigen Unternehmens ist: «Bevor der Zivildienst abgeschafft wird, muss der Zivilschutz hinterfragt werden.»

Insbesondere am «Aktiv Plus»-Programm der Stadt Zürich übt er heftige Kritik: «Die Hirnlosigkeit wird auf die Spitze getrieben.» Ausserdem werde «im grossen Stil» Verschwendung betrieben. «Unter den Zivilschützern ist es ein offenes Geheimnis, dass zu viele Leute aufgeboten und die Tage künstlich in die Länge gezogen werden.»

«Die Hälfte der Belegschaft reicht aus»

Primär gehe es bei «Aktiv Plus» um begleitete Patiententransporte: Etwa würden Zivilschützer Patienten mit Nieren-Insuffizienz ins Spital fahren und abends wieder abholen. «Die Hälfte der 16- bis 20-köpfigen Belegschaft reicht aus für diese Transporte», ist M.L. überzeugt. «Den Rest sieht man bei schönem Wetter auf der Terrasse im Restaurant Waid sitzen.»

«Die Liste der Blödsinnigkeiten liesse sich beliebig verlängern», sagt M.L. Ein «Highlight» sei die Spritzentour. Dabei brächten zwei Männer neue Spritzen in die Fixerstuben der Stadt und würden alte abholten. «Zwischen den Aufträgen am Morgen und am Nachmittag wartet man zwei Stunden, bis die Fixerstube Brunau aufmacht.» Warum nicht gleich beide Aufträge am Nachmittag ausgeführt würden oder die Fixerstube dies nicht selber mache, versteht M.L. nicht. Sein Fazit: «Effektive Arbeitszeit: zwei Stunden. Eingeteilte Ressourcen: zwei Leute à fünf Stunden.»

«Wartezeiten liegen in der Natur der Sache»

Laut Urs Eberle, Sprecher Schutz & Rettung der Stadt Zürich, sind sich die Verantwortlichen von «Aktiv Plus» keiner Probleme bewusst: «Wir haben mehrheitlich positive Rückmeldungen dieser Zivilschutz-Angehörigen. Sie freuen sich, einen sinnvollen Beitrag für Betagte oder behinderte Menschen zu leisten».

Die Anzahl der eingesetzten Teams und Fahrzeuge basiere auf langjährigen Erfahrungswerten. «Dass es immer wieder zu Engpässen kommt und dann wieder zu Wartezeiten, liegt in der Natur der Sache.»

«Halten uns an die gesetzlichen Vorgaben»

M.L. stört sich allerdings nicht nur am Rumsitzen: «Das ‹Aktiv Plus›-Programm erfüllt die gesetzlichen Voraussetzungen für einen ‹Einsatz zugunsten der Gemeinschaft› nicht.» Er verweist auf einen Leitfaden des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz, der Kantonen und Gemeinden bei der Ausgestaltung der Einsätze Orientierung bieten soll.

Darin steht: «Der Zivilschutz darf private Unternehmen nicht oder nur geringfügig konkurrenzieren.» M.L. ist dahingegen «klar der Meinung, dass ‹Aktiv Plus› Private wie etwa den Behinderten-Fahrdienst Tixi Taxi konkurrenziert». Gemäss Leitfaden dürfen Zivilschützer keine «‹Hilfsarbeiter-› oder ‹Handlanger›-Tätigkeiten ohne Ausbildungs- und Übungszweck» ausführen. «Klar geht es bei unseren Aufgaben um Handlanger-Tätigkeiten», meint M.L. dazu. Es handle sich zudem um «Tätigkeiten, die über das ganze Jahr hinweg geleistet werden und dadurch Mitarbeiter ersetzen» – auch dies verbietet der Leitfaden.

Für Urs Eberle von der Stadt Zürich sind die Vorwürfe ungerechtfertigt: «Für den Betrieb von ‹Aktiv Plus› halten wir uns an die gesetzlichen Vorlagen.» Der Leistungsauftrag des Stadtrats – der Betrieb von drei bis sieben Patiententransportern innerhalb von 50 Wochen im Jahr – werde erfüllt.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Zivilschutz oder dem Zivildienst gemacht? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Der ist zuständig für die Bereitstellung der Schutzinfrastruktur und Mittel für die Alarmierung der Bevölkerung, die Betreuung von schutzsuchenden und obdachlosen Personen sowie für den Schutz von Kulturgütern. Laut den neusten Zahlen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (Babs) leisteten Zivilschützer in der Schweiz 2014 insgesamt 68'000 Diensttage «zugunsten der Gemeinschaft». 8000 wurden für tatsächliche Katastrophen und Notlagen geleistet, 10'000 im Rahmen von Arbeiten, die nach Katastrophen anfallen. Laut Babs-Sprecher Kurt Münger sind die Einsätze zugunsten der Gemeinschaft «wichtig und gesetzlich vorgeschrieben». Dabei könne der Zivilschutz beispielsweise die Betreuung schutzsuchender Personen bei Katastrophen und Notlagen üben. Das sei sinnvoller als eine Übung mit Statisten oder Puppen. «Damit stiftet er für bestimmte Gesellschaftsgruppen einen konkreten Nutzen.» (20M)

Der ist zuständig für die Bereitstellung der Schutzinfrastruktur und Mittel für die Alarmierung der Bevölkerung, die Betreuung von schutzsuchenden und obdachlosen Personen sowie für den Schutz von Kulturgütern. Laut den neusten Zahlen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (Babs) leisteten Zivilschützer in der Schweiz 2014 insgesamt 68'000 Diensttage «zugunsten der Gemeinschaft». 8000 wurden für tatsächliche Katastrophen und Notlagen geleistet, 10'000 im Rahmen von Arbeiten, die nach Katastrophen anfallen. Laut Babs-Sprecher Kurt Münger sind die Einsätze zugunsten der Gemeinschaft «wichtig und gesetzlich vorgeschrieben». Dabei könne der Zivilschutz beispielsweise die Betreuung schutzsuchender Personen bei Katastrophen und Notlagen üben. Das sei sinnvoller als eine Übung mit Statisten oder Puppen. «Damit stiftet er für bestimmte Gesellschaftsgruppen einen konkreten Nutzen.» (20M)

Der ist zuständig für die Bereitstellung der Schutzinfrastruktur und Mittel für die Alarmierung der Bevölkerung, die Betreuung von schutzsuchenden und obdachlosen Personen sowie für den Schutz von Kulturgütern. Laut den neusten Zahlen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (Babs) leisteten Zivilschützer in der Schweiz 2014 insgesamt 68'000 Diensttage «zugunsten der Gemeinschaft». 8000 wurden für tatsächliche Katastrophen und Notlagen geleistet, 10'000 im Rahmen von Arbeiten, die nach Katastrophen anfallen. Laut Babs-Sprecher Kurt Münger sind die Einsätze zugunsten der Gemeinschaft «wichtig und gesetzlich vorgeschrieben». Dabei könne der Zivilschutz beispielsweise die Betreuung schutzsuchender Personen bei Katastrophen und Notlagen üben. Das sei sinnvoller als eine Übung mit Statisten oder Puppen. «Damit stiftet er für bestimmte Gesellschaftsgruppen einen konkreten Nutzen.» (20M)

Der ist zuständig für die Bereitstellung der Schutzinfrastruktur und Mittel für die Alarmierung der Bevölkerung, die Betreuung von schutzsuchenden und obdachlosen Personen sowie für den Schutz von Kulturgütern. Laut den neusten Zahlen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (Babs) leisteten Zivilschützer in der Schweiz 2014 insgesamt 68'000 Diensttage «zugunsten der Gemeinschaft». 8000 wurden für tatsächliche Katastrophen und Notlagen geleistet, 10'000 im Rahmen von Arbeiten, die nach Katastrophen anfallen. Laut Babs-Sprecher Kurt Münger sind die Einsätze zugunsten der Gemeinschaft «wichtig und gesetzlich vorgeschrieben». Dabei könne der Zivilschutz beispielsweise die Betreuung schutzsuchender Personen bei Katastrophen und Notlagen üben. Das sei sinnvoller als eine Übung mit Statisten oder Puppen. «Damit stiftet er für bestimmte Gesellschaftsgruppen einen konkreten Nutzen.» (20M)

Der ist zuständig für die Bereitstellung der Schutzinfrastruktur und Mittel für die Alarmierung der Bevölkerung, die Betreuung von schutzsuchenden und obdachlosen Personen sowie für den Schutz von Kulturgütern. Laut den neusten Zahlen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (Babs) leisteten Zivilschützer in der Schweiz 2014 insgesamt 68'000 Diensttage «zugunsten der Gemeinschaft». 8000 wurden für tatsächliche Katastrophen und Notlagen geleistet, 10'000 im Rahmen von Arbeiten, die nach Katastrophen anfallen. Laut Babs-Sprecher Kurt Münger sind die Einsätze zugunsten der Gemeinschaft «wichtig und gesetzlich vorgeschrieben». Dabei könne der Zivilschutz beispielsweise die Betreuung schutzsuchender Personen bei Katastrophen und Notlagen üben. Das sei sinnvoller als eine Übung mit Statisten oder Puppen. «Damit stiftet er für bestimmte Gesellschaftsgruppen einen konkreten Nutzen.» (20M)

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