17.09.2020 00:30

UmfrageHälfte der Schweizer fordert freiwillige Corona-Impfung

Die Impfung gegen das Coronavirus soll, wenn es nach dem Wunsch von rund 50 Prozent der Schweizerinnen und Schweizern geht, freiwillig sein und von der Krankenkasse bezahlt werden.

1 / 4
Wenn es nach der Hälfte der Schweizer Bevölkerung geht, soll die Grundversicherung die Corona-Impfung bezahlen: Eine junge Frau bekommt an der Uniklinik Tübingen im Rahmen einer Studie den Wirkstoff der Firma Curevac gespritzt.

Wenn es nach der Hälfte der Schweizer Bevölkerung geht, soll die Grundversicherung die Corona-Impfung bezahlen: Eine junge Frau bekommt an der Uniklinik Tübingen im Rahmen einer Studie den Wirkstoff der Firma Curevac gespritzt.

KEYSTONE
Ein Fünftel der unter 56-Jährigen will einen allgemeinen Impfzwang.

Ein Fünftel der unter 56-Jährigen will einen allgemeinen Impfzwang.

Keystone
 Der Anteil der Impfzwangbefürworter ist in der Romandie höher.

Der Anteil der Impfzwangbefürworter ist in der Romandie höher.

Keystone

Darum gehts

  • Der Internet-Vergleichsdienst Comparis hat eine Umfrage zum Thema Coronavirus durchgeführt.
  • Die Hälfte der Erwachsenen in der Schweiz wünscht sich eine freiwillige, von der Grundversicherung bezahlte Impfung gegen das Coronavirus.
  • Ein Fünftel der unter 56-Jährigen will einen allgemeinen Impfzwang.

Die Hälfte der Erwachsenen in der Schweiz wünscht sich eine freiwillige, von der Grundversicherung bezahlte Impfung gegen das Coronavirus, wenn ein wirksamer Impfstoff auf den Markt kommen sollte.

Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes Comparis hervor. 49,2 Prozent der Umfrageteilnehmenden forderten danach eine Übernahme der Kosten durch die Grundversicherung für alle – nicht nur für Risikogruppen, wie bei der Grippeimpfung. Diese Haltung ist vor allem in der deutschsprachigen Schweiz verbreitet

Ein Fünftel der unter 56-Jährigen will jedoch einen allgemeinen Impfzwang. 19,6 Prozent der 15- bis 35-Jährigen und 19,4 Prozent der 36- bis 55-Jährigen wünscht sich diesen. Der Anteil der Impfzwangbefürworter ist in der Romandie mit 23,2 Prozent in allen Altersgruppen (gegenüber 15,1 Prozent bei den Deutschschweizern) und bei Personen mit hoher Bildung besonders hoch.

Mehrheit fordert Bussen

Eine klare Mehrheit will zudem Bussen für das Nichteinhalten der Quarantänepflicht und die Angabe von falschen Personendaten in Restaurants oder Clubs (73,4 Prozent) sowie beim Verschweigen von Kontaktpersonen nach einem positiven Corona-Test (68,7 Prozent).

Auch das Nichteinhalten der Maskenpflicht an vorgeschriebenen Orten sollte gemäss einer Mehrzahl der Befragten (66,7 Prozent) gebüsst werden. 67,9 Prozent der Befragten möchte jedoch keine Bussen für ein Brechen der Abstandsregeln. Das gilt vor allem für die unter 35-Jährigen.

Uneinigkeit herrscht unter der Befragten bezüglich erneuter Grenzschliessungen, sollte ein ganzes Nachbarland der Schweiz auf die Liste der quarantänepflichtigen Risikoländer kommen. Hier findet die Hälfte eine temporäre Grenzschliessung für Privatpersonen sinnvoll. Die andere lehnt eine solche ab.

Der Anteil der Befürworter einer Grenzschliessung ist auf dem Land (51,7 Prozent) deutlich höher als bei Stadtbewohnern (40 Prozent).

(SDA/chk)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.