Muttenz BL: Hält die Trockenheit an, droht ein Feuerverbot
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Muttenz BLHält die Trockenheit an, droht ein Feuerverbot

Seit Anfang April brannte es im Baselbiet mehrmals wegen Funkenflug von Feuerstellen. Die Behörden mahnen zur Vorsicht.

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stv
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Schon Anfang April hatte das Amt für Wald beider Basel vor erhöhter Waldbrandgefahr gewarnt. Nun haben die Behörden die Warnstufe auf Stufe 3 angehoben. Im Bild: Ein Feuer bei der Ruine Wartenberg.

Schon Anfang April hatte das Amt für Wald beider Basel vor erhöhter Waldbrandgefahr gewarnt. Nun haben die Behörden die Warnstufe auf Stufe 3 angehoben. Im Bild: Ein Feuer bei der Ruine Wartenberg.

Die rasche Alarmierung der Feuerwehr konnte damals in Häfelfingen ein Inferno verhindern.

Die rasche Alarmierung der Feuerwehr konnte damals in Häfelfingen ein Inferno verhindern.

Polizei BL
Glut einer nahegelegenen inoffiziellen Feuerstelle hatte  trockenes Weideland in Brand gesetzt. Daraus hätte ein grösserer Waldbrand werden können.

Glut einer nahegelegenen inoffiziellen Feuerstelle hatte trockenes Weideland in Brand gesetzt. Daraus hätte ein grösserer Waldbrand werden können.

Polizei BL

Kurz vor 23 Uhr erreichte die Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft die Meldung, dass bei der hinteren Ruine Wartenberg in Muttenz ein Waldbrand ausgebrochen sei. Die Feuerwehr rückte sofort aus und fand unterhalb der Ruine eine Waldfläche von rund 2500 Quadratmetern vor, die lichterloh brannte. Die Situation konnte dann aber rasch unter Kontrolle gebracht werden. «Die Ursache des Feuers ist sehr wahrscheinlich das unvorsichtige Verhalten von Drittpersonen», erklärt Revierförster Markus Eichenberger.

Der Brand in Muttenz ist nicht der erste Fall diesen Monat. Seit Anfang April wurden bereits zwei Waldbrände gemeldet. Am 1. April kam es in der Gemeinde Häfelfingen zu einem Wald- und Flurbrand, der ebenfalls durch ein nicht richtig gelöschtes Picknick-Feuer entstand. Die Brände in Häfelfingen und Muttenz zeigen, dass die Waldbrandgefahr schon zu Frühlingsbeginn erheblich ist. «Die geringen Niederschlagsmengen, trockenes Laub und Totholz schaffen momentan günstige Voraussetzungen für das Entstehen und die Ausbreitung von Brandherden», warnte das Amt für Wald beider Basel schon letzte Woche.

Seit drei Wochen kein Regen

Laut Wetterprognose kann auch an den kommenden Tagen mit schönem und trockenem Wetter gerechnet werden. «Über Ostern wird es abgesehen von vereinzelten kurzen Schauern in der Nacht keine Niederschläge geben, die die Brandgefahr vermindern», sagt Roger Perret von Meteonews. Er betont, dass es diesen Monat in der Region Basel lediglich 2,4 Liter Niederschlag gegeben habe – das sei extrem wenig. In Basel regnete es im vergangenen Winter zudem so wenig geregnet, wie seit 40 Jahren nicht mehr, meldete Meteo Schweiz am Montag. Zwischen Dezember und März wurden nur 107 Millimeter Niederschlag registriert.

Beim Amt für Wald denkt man bereits über ein Feuerverbot in den Wäldern und waldnahen Gebieten nach. «Die Verordnung eines Feuerverbots ist aber stark wetterabhängig und wird bis Mittwoch noch diskutiert», erklärt Andreas Etter vom Amt für Wald beider Basel. Vor allem die Menge des Niederschlags und Windstärke würden in diesem Zusammenhang eine grosse Rolle spielen. «Besonders vorsichtig muss man an sonnigen Südhängen sein», warnt Etter. «Aufgrund des grossen Sonneneinfalls sind diese speziell trocken.»

Mitdenken und Brände verhindern

Beim Feuern und Grillieren im Wald wird die Bevölkerung gebeten, sich an Richtlinien und Regeln zu halten. Feuern solle man nur an offiziellen Feuerstellen – mitgebrachte Garten- oder Einweggrills seien keine gute Idee, heisst es in den Empfehlungen des Amts für Wald. Und was die Grillierer in Häfelfingen und Muttenz vernachlässigten: «Löschen Sie Feuer und Glutreste vor dem Verlassen der Feuerstelle ausgiebig und vollständig mit Wasser.»

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