Lebenserwartung: Hände weg von diesen Jobs

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LebenserwartungHände weg von diesen Jobs

Förster, Bauarbeiter, aber auch Journalist und Psychologe: Vor diesen Berufen hüte sich, wer sich auf ein langes, glückliches Leben freuen will. Die Bildergalerie der tödlichsten - und todsichersten – Jobs.

von
Othmar Bamert

In den nächsten Wochen werden in der Schweiz Lebensläufe vorgezeichnet: Lehrmeister vergeben die begehrtesten Lehrstellen an die begabtesten AnwärterInnen. Und wer auf eine akademische Laufbahn spekuliert, versucht die Aufnahmeprüfungen fürs Gymnasium zu bestehen. Und wer mit der Schule auf Kriegsfuss steht oder sich noch nicht entschieden hat, muss sich nun sputen. Aber – um Himmels willen – welchen Beruf wählen?

Die Antwort ist klar: Wer lange und geruhsam leben will, wird Geistlicher. Und wer lange gesund bleiben will, wird Arzt. Dies ist nicht scherzhaft gemeint. Eher todernst: Denn die Jobwahl entscheidet zu einem grossen Teil nicht nur über die Lebensqualität, sondern auch die Lebenserwartung.

Beruf mitentscheidend für Lebenserwartung

Eine Reihe von Studien hat die Hauptursachen für ein längeres Leben untersucht und dabei herausgefunden: Die entscheidenden Faktoren sind Beruf, Einkommen und gesellschaftliche Stellung. So schaffen Förster, Bauarbeiter und Dachdecker im Schnitt nicht viel mehr als 60 Lebensjahre. Zu gross ist das Risiko, im Job zu verunfallen. Mehrheitlich im Büro sitzende Akademiker leben dagegen deutlich länger als der Durchschnitt.

Aber auch unter den Studierten gibt es signifikante Unterschiede. So haben Journalisten, Psychologen und Chemiker eine deutlich tiefere Lebenserwartung als Ärzte, Ingenieure oder gar Geistliche, wie eine grossangelegte Studie des Bundesamts für Statistik nachwies. Die Gründe dafür orten Wissenschafter in der Lebensweise und dem Konsum von Suchtmitteln.

Also: Wer sich für einen Karriereweg entscheiden will, soll sich nicht nur von vagen Wünschen und Klischees leiten lassen, sondern auch von harten Statistiken.

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