Weko-Ermittlung : Händler sollen Corona-Selbsttests überteuert verkauft haben
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Weko-Ermittlung Händler sollen Corona-Selbsttests überteuert verkauft haben

Die Weko ermittelt gegen mehrere Vertreiber von Covid-19-Selbsttests wegen Preisabsprachen. Ein Konkurrenzunternehmen hatte den Fall gemeldet.

von
Patrick McEvily
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Ab 7. April soll es Covid-19-Tests für Zuhause auch in der Schweiz geben.

Ab 7. April soll es Covid-19-Tests für Zuhause auch in der Schweiz geben.

imago images/MedienServiceMülle
Die Firma Techcompany aus dem Kanton Zürich ist eines der Unternehmen, gegen das die Weko eine Untersuchung eingeleitet hat. Das Unternehmen streitet die Vorwürfe ab.

Die Firma Techcompany aus dem Kanton Zürich ist eines der Unternehmen, gegen das die Weko eine Untersuchung eingeleitet hat. Das Unternehmen streitet die Vorwürfe ab.

Screenshot Techcompany
Denn die Selbsttests können nur über die Krankenkassenkarte gratis bezogen werden.

Denn die Selbsttests können nur über die Krankenkassenkarte gratis bezogen werden.

imago images/Michael Weber

Darum gehts

  • Die Weko ermittelt gegen mehrere Verkäufer wegen Preisabsprachen bei den Covid-19-Schnelltests.

  • Ein Konkurrent soll dazu aufgefordert worden sein, ihre Preise anzuheben.

  • Die Beteiligten streiten dies ab und werfen einander gegenseitig Manipulation vor.

Die Covid-19-Selbsttests gelten als neue Waffe im Arsenal gegen das Virus. Ab dem 7. April sollen sie in Schweizer Apotheken kostenlos verfügbar sein. In das Geschäft sind mehrere Importeure und Vertreiber eingestiegen. Wie die Wettbewerbskommission (Weko) am Donnerstag bekannt gab, ermittelt sie nun gegen mehrere Unternehmen wegen Preisabsprachen.

Diese hätten einen gemeinsamen Konkurrenten unter Druck gesetzt, die Preise für mehrere Selbsttests anzuheben. Das betroffene Unternehmen meldete den Vorgang stattdessen aber den Behörden. Gegen drei Vertriebshändler hat die Weko nun eine Untersuchung eingeleitet. Diese hatten Tests von verschiedenen Herstellern an Apotheken und Labore verkauft.

Konkurrenzfirma holt zum Gegenschlag aus

Eines der betroffenen Unternehmen, die Techcompany GmbH mit Sitz im zürcherischen Watt, holte nun zum Gegenschlag aus und wirft der Konkurrentin Aristos International GmbH in einer Pressemitteilung vor, sie mit der Anzeige bei der Weko diskreditieren zu wollen. Sämtliche Vorwürfe entsprächen nicht der Wahrheit, heisst es wörtlich. Ausserdem habe auch die Aristos widerrechtlich gehandelt, indem sie dem Bund im letzten September fehlerhafte Masken verkauft habe.

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Hast du illegale Praktiken oder Korruption in einem Unternehmen beobachtet?

Da Whistleblower in der Schweiz bis heute per Gesetz kaum geschützt sind, solltest du dich zuerst über die möglichen Konsequenzen informieren. Auf Transparency.ch findest du Information dazu.

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