Aktualisiert 05.06.2014 14:40

Teeniestar in Angst

Hänni-Fan entschuldigt sich für Drohungen

Eine 15-Jährige bedrohte Luca Hänni. Er bekam es mit der Angst zu tun. Doch mittlerweile ist das Feuer gelöscht – die junge Frau hat sich bei ihrem Idol entschuldigt.

von
scy

«Du und deine Familie werdet das noch bereuen. Ich bin auf dem Weg zu dir.» Mit solchen und ähnlichen Aussagen bedroht ein leidenschaftlicher Fan momentan Teeniestar Luca Hänni auf ihrer Facebook-Site.

Geschrieben hat die Drohungen eine 15-Jährige. Es ist nicht das erste Mal, dass sie negativ auffällt. Vor rund einer Woche rastet der Teenager bei einem Auftritt seines Idols in Aarburg aus. Luca wirft ein T-Shirt ins Publikum, dabei kommt es zu einer Rangelei unter den Fans.

«Die ist nicht ungefährlich, das wissen viele schon lange»

Das mutmassliche Opfer, Florian Ruhland, behauptet, die 15-Jährige hätte ihn dann gebissen, um das T-Shirt in ihren Besitz zu bringen. Der 15-Jährige muss danach eine Schiene an seinem linken Arm tragen, ist einen Monat lang arbeitsunfähig (20 Minuten berichtete).

Einmal Luca Hänni, ohne Halt nach Zürich

Die Polizei nimmt die junge Frau fest. Danach werden sie und ihre Mutter, die ihre Tochter bei deren Konzertbesuchen meist begleitet, mit einem Konzertverbot belegt. Beim Mädchen handelt es sich laut Ruhland um eine bekannte Figur: «Die ist nicht ungefährlich, das wissen viele schon lange.»

«Man ist hilflos»

Obwohl die beiden jetzt von seinen Shows ausgeschlossen sind, hat Luca Hänni Angst. «Für mich ist es eine ungewohnte und unangenehme Situation. Schliesslich werde nicht nur ich bedroht, sondern auch meine Familie», sagt der 19-Jährige dem «SonntagsBlick».

Familie schaltet Anwalt ein

Schlechte Erfahrungen mit Verehrerinnen machte Hänni schon früher einmal. Ein Fan habe mit Steinewerfen auf sich aufmerksam machen wollen. «Ich musste zuhause den Rolladen runterlassen, damit die Scheibe nicht kaputtging. In unserem Briefkasten wurden auch schon mal Knallkörper gezündet. Aber der jetzige Fall ist wirklich der erste in dieser Art», sagt der «DSDS»-Sieger von 2012 der Zeitung weiter.

Die Familie hat nun gewisse Vorkehrungen getroffen. Auch ein Anwalt wurde eingeschaltet. Konzerte absagen oder sich zuhause einbunkern will Luca indes nicht: «Ich geniesse es zu sehr, auf der Bühne zu stehen und meine Fans glücklich zu machen. Ausserdem habe ich das Glück, ein Umfeld zu haben, das immer hinter mir steht.»

«Bitte gib mir eine allerletzte Chance»

Für den jungen Berner gibt es nun allerdings Grund zur Hoffnung: Auf der Facebook-Site hat sich die 15-Jährige für ihre unüberlegte Äusserung entschuldigt. «Es tut mir echt von ganzem Herzen leid, was ich da abgezogen habe. Ich habe das nie ernst gemeint und werde dir und deiner Familie nichts tun, das verspreche ich dir. Ich habe nur via FB meine Wut rausgelassen und total überreagiert», schreibt sie.

Und weiter: «Bitte hab keine Angst vor mir. Bitte verzeih mir und gib mir eine allerletzte Chance. [...] Während ich das schreibe, weine ich gerade, weil es mir so schrecklich leid tut. Das wollte ich wirklich nie erreichen.» Bleibt zu hoffen, dass der Teenie dies auch ernst meint.

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