Zürich Friesenberg: 2,5 Millionen Franken teurer Starkstrombogen nur temporär

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Zürich Friesenberg«Hässlicher» Starkstrombogen bleibt noch zehn Jahre stehen

Der Starkstrombogen bei der Haltestelle Friesenberg soll zurückgebaut werden. Voraussetzung dafür sind batteriebetriebene VBZ-Busse. Das wird noch dauern.

von
Erika Unternährer
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Laut dem Stadtrat und der SZU soll der Stromstarkbogen in den nächsten Jahren wieder abgebaut werden.

Laut dem Stadtrat und der SZU soll der Stromstarkbogen in den nächsten Jahren wieder abgebaut werden.

20min/Michael Scherrer
Der Starkstrombogen steht bei der Haltestelle Friesenberg. Manchen Quartierbewohnerinnen und -bewohnern ist sein Erscheinungsbild ein Dorn im Auge.

Der Starkstrombogen steht bei der Haltestelle Friesenberg. Manchen Quartierbewohnerinnen und -bewohnern ist sein Erscheinungsbild ein Dorn im Auge.

20min/ase
Der Rückbau sei aber erst dann möglich, wenn vollständig batteriebetriebene Trolleybusse im Einsatz stünden.

Der Rückbau sei aber erst dann möglich, wenn vollständig batteriebetriebene Trolleybusse im Einsatz stünden.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • Der Stromstarkbogen über den Bahn- und Strassenzugang an der Haltestelle Friesenberg in Zürich Wiedikon hat 2,5 Millionen Franken gekostet. 

  • Das Konstrukt, das aufgrund seines Erscheinungsbilds von den Quartierbewohnerinnen und -bewohnern teils stark kritisiert wurde, soll laut dem Stadtrat und der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn (SZU) wieder rückgebaut werden.

  • Der Rückbau könne allerdings erst dann erwogen werden, wenn für die VBZ-Linie 32 rein batteriebetriebene Trolleybusse zum Einsatz kämen. 

  • Dies werde aber erst in etwa zehn Jahren der Fall sein.

Er wurde von einigen als «Monster» und «Schandmal der Arroganz» betitelt sowie als «hässlich und unnötig» bezeichnet: der Starkstrombogen bei der Kreuzung Friesenbergstrasse. Die Antwort des Stadtrates auf eine schriftliche Anfrage zum Konstrukt, wird aber so manche Quartierbewohnerin und -bewohner nun aufatmen lassen, denn: Der Starkstromborgen soll nicht für immer bleiben.

Eingereicht wurde die Anfrage im August durch die FDP-Gemeinderäte Flurin Capaul und Jehuda Spielmann. Im Schreiben forderten sie unter anderem Antworten zu den Kosten des Konstrukts und möglichen Alternativen ein.

Rückbau in zehn Jahren möglich

Laut Remo Lütolf, Sprecher der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn (SZU), könne der Rückbau des Starkstrombogens erwogen werden, sobald die 32er-Buslinie vollständig mit Batterie-Trolleybussen mit leistungsfähigen Traktionsbatterien betrieben werde. «Dies wird in etwa zehn Jahren der Fall sein», so Lütolf. Bis dahin sei das Kreuzungssystem aber zwingend nötig, da die Buslinie der VBZ und die SZU sich mit Fahrleitungen mit unterschiedlichen Stromsystemen kreuzen.

Gekostet hat die Planung und der Bau des Starkstrombogens rund 2,5 Millionen Franken. Was die Kosten des Rückbaus betreffe, so lägen diese weitaus tiefer. Aktuell überprüfe die SZU, ob das Beton-Stahl-Konstrukt in seiner Erscheinung leicht angepasst werden könne. 

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