Aktualisiert 04.03.2019 09:39

Urnäsch ARHätten Sie die Bahnschranke gesehen?

In Urnäsch AR hat am Sonntagmorgen ein Lenker eine Bahnschranke übersehen und beschädigt. Die Dashcam eines Leser-Reporters hielt die Szene fest.

von
taw

Lieferwagen-Lenker übersieht Bahnschranke. (Video: Leser-Reporter)

«Die Bahnschranke war bereits unten und die Warnlichter blinkten, als ich mit dem Auto an den Bahnübergang fuhr», berichtet ein Leser-Reporter. Es war Sonntagmorgen kurz nach 9 Uhr bei der Haltestelle Zürchersmühle in Urnäsch AR. Dann habe ihn ein weisser Lieferwagen überholt. «Ich habe mich noch gewundert, warum der mich jetzt überholen will, immerhin waren die Bahnschranken unten», so der 27-Jährige.

Er habe dann sein Auto ausrollen lassen und extra etwas Abstand gehalten zur Schranke, damit der Lieferwagenfahrer noch anhalten könnte, um sich quasi vor ihm einzureihen. Doch so kam es nicht.

Nicht gesehen?

Stattdessen fuhr der Lieferwagenfahrer mit ziemlich hohem Tempo direkt auf die Schranken zu und in sie hinein. Es scheint, als würde er die geschlossene Schranke gar nicht sehen, und tatsächlich ist sie auch im Video nicht sehr gut zu erkennen. Der Leser-Reporter sagt jedoch: «Ich habe die Schranke gut sehen können.» Zudem wisse man als Ortskundiger auch, dass dort ein Bahnübergang ist und man vorsichtig sein müsse. Der Lieferwagen hatte ein AR-Nummernschild.

Nach dem Vorfall habe der Lieferwagen angehalten und der Chauffeur habe mit dem Lokführer gesprochen. Auch die Polizei sei verständigt worden, sagt der Leser-Reporter.

Die Polizei hat Kenntnis vom Vorfall. Laut Hanspeter Saxer, Sprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden, hat sich der Unfallverursacher nach dem Vorfall direkt um eine Schadensregelung mit den Appenzeller Bahnen bemüht. Aus polizeilicher Sicht war der Fall nach der ersten Meldung, die sich nicht so drastisch darstellte, eigentlich abgeschlossen.

Zug rammt Auto zwischen Bahnschranken

In Davos kollidierte Zug der Rhätischen Bahn auf einem Bahnübergang mit einem Auto. (Video: Leser-Reporter)

Nun allerdings, nachdem die Polizei das Video gesichtet hat, gestaltet sich der Fall etwas anders. «Das hat eine ganz andere Dimension, als nach der ersten Meldung vermutet», so Saxer. Die Polizei werde nun weitere Abklärungen treffen.

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