Statt Zelten: Häuschen und Villa für die Openair-Besucher
Aktualisiert

Statt ZeltenHäuschen und Villa für die Openair-Besucher

Gute Nachrichten für anspruchsvolle Hip-Hop-Fans: Am Openair Frauenfeld können sie neu in Häuschen oder gar in einer luxuriösen Villa nächtigen.

von
Simon Städeli
Dieses Jahr Pool statt Planschbecken, Villa statt Zelt? Besucherinnen am letztjährigen Openair Frauenfeld.

Dieses Jahr Pool statt Planschbecken, Villa statt Zelt? Besucherinnen am letztjährigen Openair Frauenfeld.

Das Openair Frauenfeld geht dieses Jahr neue Wege. Wer nach den Konzerten auf dem Festivalgelände übernachten will, muss nicht mehr unbedingt auf dem harten Boden im Zelt schlafen, sondern hat neu drei Alternativen zur Auswahl: Do-It-Yourself, Häuschen oder Luxusvilla. «Wir wollen unseren Besuchern mehr bieten und wagen deshalb einen grossen Schritt», sagt Joachim Bodmer, OK-Mitglied und Medienchef des Openair Frauenfeld. Man stecke momentan noch mitten in der Planung, drei Varianten seien aber vorgesehen.

Container zum Freestylen

In der Billigvariante sind die Gäste kreativ gefordert und müssen sich selber ihren Schlafplatz zusammen stellen. «Darauf freue ich mich extrem, denn das mögen unsere Besucher», so Bodmer. Früher, als es noch keine Einschränkungen gegeben habe, seien die Leute mit ganzen Baukästen vorgefahren und hätten gar dreistöckige Türme gebaut. Doch dies wurde zu gefährlich und strikte Einlassregeln wurden erlassen.

Villa für viel Geld

In der zweiten Variante können zwei bis vier Besucher gemeinsam in kleinen Häuschen übernachten - mit Bett und Schloss an der Tür, aber ohne Luxus. «Besucher über 30 kommen gerne ans Openair, im nassen Zelt wollen sie aber nicht mehr übernachten», erklärt Bodmer. Für diese Gruppe seien diese Häuschen gedacht. Das Haus werde für die zwei Nächte einige Hundert Franken kosten.

Ganz anders die Luxusvariante: In einer Villa mitten auf dem Areal soll sich eine Gruppe von Party-Freudigen mit Pool, Grill und mehreren Zimmern vergnügen. Das wird die Gäste aber einiges kosten: Laut Bodmer wird für die Villa ein fünfstelliger Frankenbetrag fällig. Ob jemand bereit ist, so viel Geld auszugeben, weiss Bodmer noch nicht. Aufstellen werde man die Villa aber sowieso: «Wir bauen alles selber zusammen. Es wird sicher lustig aussehen», so Bodmer.

Internationaler Trend

Sind die Hip-Hop-Fans plötzlich alle bequem geworden und schwören dem Camping-Feeling ab? Bodmer winkt ab, bei einigen Fans entspreche dies aber einem Wunsch. «Wir folgen mit unserem Angebot einem internationalen Trend», so Bodmer. Das Zelt bleibe aber nach wie vor Schlafplatz Nummer eins am grössten Hip-Hop-Festival Europas. Geld mache das Openair mit den neuen Schlafplätzen sowieso nicht, der Aufwand sei riesig. Die Spezial-Schlafplätze sollen Ende April gebucht werden können.

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