Sommergewitter - 46’000 Blitze und Böen von 120 km/h – Zürcher Hauptbahnhof unter Wasser
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Sommergewitter46’000 Blitze und Böen von 120 km/h – Zürcher Hauptbahnhof unter Wasser

Am Sonntagnachmittag brachte ein gewaltiges Gewitter Hagel, Sturm und sintflutartigen Regen. Die Meteorologen ziehen eine erste Bilanz.

von
Philippe Coradi

Darum gehts

  • Am Sonntag wurde die Schweiz gleich von zwei Gewitterfronten erfasst.

  • Dabei fielen stellenweise bis zu 100 Millimeter Regen pro Stunde.

  • Dazu kamen Golfball-grosse Hagelkörner und heftige Sturmböen.

Meteonews warnte am Sonntagnachmittag vor lokalen Gewittern in den Kantonen Fribourg und Bern. Die Vorhersage traf vollständig ein, Bilder von News-Scouts aus der Region zeigen Hagelkörner in der Grösse von Golfbällen mit starkem Regen und Winden. Im Laufe des Nachmittags zog die Front weiter, Sturmböen und heftiger Regen fiel am frühen Abend in den Regionen Zug und Zürich.

News-Scouts berichteten, dass in der Stadt Zug Wassermassen durch die Schachtdeckel auf die Strasse floss. Gleiches meldeten sie aus Hallau in Schaffhausen, wo das Wasser einer Fontäne gleich aus dem Schachtdeckel schoss.

Wie Meteonews in einer Mitteilung schrieb, kam es in grossen Teilen der Schweiz zu Gewittern, starkem Regen und Hagelschauern. In der Bildstrecke zeigen News-Scouts wie sie das Unwetter in ihrer Region erlebten:

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20min/News-Scout
20min/News-Scout
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Die Weisung von Alertswiss war klar: «Gehen sie nicht in den Wald, sichern sie freie Gegenstände wie Fahrräder und Blumentöpfe im Freien und achten sie darauf, dass Abflüsse und Schächte frei sind für das wieder abfliessende Wasser.»

SRF Meteo warnte die Region Zürich vor starken Niederschlägen und heftigen Winden während des Abends. Tatsächlich zeigen Aufnahmen von News-Scouts, wie starke Regenfälle den Zürcher Hauptbahnhof unter Wasser setzten (siehe Video oben).

Gemäss Meteonews war damit das Schlimmste mal vorüber. Eine neue Gewitterlinie sei zwar im Anmarsch, schwäche sich aber langsam ab, so die Meteorologen. Am Sonntagabende zog man bei Meteonews eine erste Bilanz. In der ganzen Schweiz entluden sich 46’000 Blitze – davon allein 11’000 im Kanton Zürich.

Stellenweise fielen bis zu 100 Millimeter Regen pro Stunde. Auch der Wind blies heftig: In Grenchen massen die Meteorologen Spitzen von 118 Kilometer pro Stunde. Auch in Hallau im Kanton Schaffhausen blies der Wind mit über 100 km/h, genau wie auch in Aigle, Mühleberg-Stockeren und Bantiger.

Zwei Fronten zogen durch die Schweiz

Meteonews schreibt, dass die Gewitter in zwei Fronten über die Schweiz zogen. Die erste startete um 13.30 Uhr in Genf, zog dann in Richtung Thun und Bern, wo sich das Gewitter das erste Mal so richtig entlud. «Von hier an zog das Unwetter als Gewitterlinie weiter nach Nordosten, wodurch unter anderem in den Kantonen
Luzern, Aargau und Zürich stürmische Verhältnisse herrschten», so Meteonews.

Eine zweite Gewitterfront erfasste die Schweiz, wiederum von Westen her kommend, ab 17 Uhr. Dazwischen hatte es kurzzeitig sogar aufgerissen. Diese zweite Front schwächte sich aber auf ihrem Weg nach Osten zunehmend ab, schreibt Meteonews.

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