USA-Reise: Hague auf Tuchfühlung mit der Welt
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USA-ReiseHague auf Tuchfühlung mit der Welt

Kaum im Amt, fliegt der neue britische Aussenminister William Hague über den grossen Teich, um wichtige US-Kontakte zu knüpfen. Derweil wettert er über das iranische Atomprogramm.

Der neue britische Aussenminister William Hague hat das iranische Atomprogramm kritisiert. Der Einsatz gegen die Verbreitung von Atomwaffen sei eines der zentralen Ziele der neuen Regierung in London, sagte Hague. Das Verhalten Teherans in den vergangenen Jahren sei für den grössten Teil der internationalen Gemeinschaft «nicht akzeptabel» gewesen, erklärte der Politiker der konservativen Tory-Partei der Zeitung «The Times» vom Freitag. Grossbritannien will sich dem Bericht zufolge weiter für neue UNO-Sanktionen gegen den Iran einsetzen.

Es ist die erste Auslandsreise des Tory-Ministers in seiner neuen Position. «Wir werden zweifellos nicht in allem übereinstimmen», sagte er in einem Interview mit dem Sender BBC vor der Abreise. Die USA aber blieben «was die Zusammenarbeit der Geheimdienste, die Atompolitik, die internationale Diplomatie und den Konflikt in Afghanistan angeht, ein unverzichtbarer Partner unseres Landes».

Beim Treffen mit US-Aussenministerin Hillary Clinton dürfte es vor allem um den Afghanistan-Einsatz gehen. Hague hat angekündigt, die 10 000 britischen Soldaten würden so lange dort bleiben, «bis ihre Aufgabe erledigt ist». Es gehe nicht darum, eine «willkürliche Frist» für einen Abzug zu setzen.

Die konservativ-liberale Koalition wolle eine «enge, aber keine sklavische Beziehung» zu den USA, sagte Hague am Mittwoch nach dem Regierungswechsel in London. Gleichwohl seien die Beziehungen zu Washington von «riesiger Bedeutung». (sda/dapd)

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