Aktualisiert 21.07.2005 00:35

«Haitang» fordert bislang 15 Opfer

Die Wirbelstürme «Emily» im Golf von Mexiko und «Haitang» haben ihre Zerstörungskraft erneut demonstriert. In Taiwan und China fielen dem Taifun bislang 15 Menschen zum Opfer.

In Taiwan starben beim Durchzug des in diesem Jahr bisher schlimmsten Sturms zwölf Menschen, wie die Feuerwehr am Mittwoch mitteilte. 32 weitere seien verletzt worden. In der chinesischen Küstenprovinz Zhejiang seien drei Menschen gestorben, berichtete das staatliche Radio.

Insgesamt werden in beiden Ländern noch fünf Menschen vermisst. «Haitang» war mit peitschendem Wind und heftigen Niederschlägen am Montag und Dienstag über Taiwan und China hinwegweggezogen.

Acht Millionen Menschen betroffen

In den südostchinesischen Provinzen Zhejiang und Fujian sahen sich insgesamt rund acht Millionen Einwohner mit den Folgen des Sturms konfrontiert: Häuser stürzten in sich zusammen, Bäume wurden umgerissen und Strassen unter Schlammlawinen begraben. Nach Angaben der örtlichen Behörden kam es zu Stromausfällen und Unterbrechungen der Wasserversorgung.

Die Höhe der Schäden wird auf über 300 Mio. Franken geschätzt, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Regierungsangaben. Trotz der Zerstörungen entkam China dem Schlimmsten, weil sich «Haitang» auf seinem Weg ins Landesinnere abschwächte.

Am Montag war «Haitang» bereits mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 227 Stundenkilometern über Taiwan gezogen und hatte Bauernhöfe und Reisfelder überflutet. Dabei entstanden Sachschäden von schätzungsweise über 100 Mio. Franken. Am Mittwochabend wurde der Norden der Insel zudem von einem Erdbeben der Stärke 5,4 erschüttert. Schäden wurden nach Angaben der Polizei nicht bekannt.

«Emily» in Nordmexiko

Auf der anderen Seite der Erde wirbelte unterdessen der Hurrikan «Emily» zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage mit zerstörerischer Kraft über die Küste Mexikos. Mit Sturmgeschwindigkeiten von 205 Stundenkilometer erreichte der Hurrikan «Emily» in der Nacht zum Mittwoch in Mexiko den Staat Tamaulipas.

Etwa 160 Kilometer südlich der Grenze Mexikos zum US-Bundesstaat Texas traf «Emily» auf die Küste. Nach Angaben des mexikanischen Wetterdienstes hat das Auge des Hurrikans einen Durchmesser von 30 Kilometern. Das gesamte Gebilde des Sturms, der sich über dem Land abschwächte, hatte einen Durchmesser von 400 Kilometern.

Nach seinem zerstörerischen Zug über die mexikanische Halbinsel Yukatan war «Emily» zum Hurrikan der Stufe 1 herabgestuft worden, hatte aber über dem Golf von Mexiko erneut Kraft getankt. In Tamaulipas waren nach Angaben der Regierung 17 000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Auch in Texas waren Schutzmassnahmen ergriffen worden.

(sda)

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