20.11.2020 19:05

Sperre für FussballfunktionärHaitis Verbandspräsident nach Missbrauch Minderjähriger verurteilt

Yves Jean-Bart soll Fussballerinnen sexuell belästigt und missbraucht haben. Nun hat ihn der Weltverband Fifa bestraft.

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Haitis Fussballpräsident Yves Jean-Bart wurde von der Fifa lebenslang gesperrt und muss eine Busse von einer Millionen Franken zahlen.

Haitis Fussballpräsident Yves Jean-Bart wurde von der Fifa lebenslang gesperrt und muss eine Busse von einer Millionen Franken zahlen.

Foto: Reuters
«Das Gesetz muss Licht bringen»: Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude in Port-au-Prince auf Haiti.

«Das Gesetz muss Licht bringen»: Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude in Port-au-Prince auf Haiti.

Foto: Imago
Nachdem Jean-Bart in seiner Heimat freigesprochen wurde, hat die Ethikkommission des Weltfussballverbands am Freitag ein anderes Urteil gefällt.

Nachdem Jean-Bart in seiner Heimat freigesprochen wurde, hat die Ethikkommission des Weltfussballverbands am Freitag ein anderes Urteil gefällt.

Foto: Imago

Darum gehts

  • Der Präsident des haitianischen Fussballverbandes (FHF) ist von der Fifa lebenslang gesperrt worden.

  • Yves Jean-Bart soll mehrere Fussballerinnen sexuell belästigt und missbraucht haben.

  • Der 73-Jährige weist die Vorwürfe zurück.

Wegen Missbrauchsvorwürfen hat die Fifa den Präsidenten des haitianischen Fussballverbandes (FHF) lebenslang gesperrt. Zudem wurde Yves Jean-Bart zu einer Geldstrafe in Höhe von einer Million Schweizer Franken verurteilt, wie die Ethikkommission des Fussball-Weltverbandes am Freitag mitteilte.

Der 73-jährige Jean-Bart soll zwischen 2014 und 2020 Fussballerinnen sexuell belästigt und missbraucht haben. Unter den Opfern sind nach Angaben der Ethikkommission auch Minderjährige. Gegen weitere Funktionäre des haitianischen Fussballverbandes wird noch ermittelt.

Jean-Bart wies die Vorwürfe zurück. Ein Gericht in Haiti habe ihn von den Vorwürfen freigesprochen, hiess es in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme von Jean-Bart. Die Anschuldigungen seien Teil einer Schmierenkampagne, um seine Reputation zu beschädigen. Die Fifa scheint dies anders zu sehen.

Wirst du oder jemand, den du kennst, sexuell belästigt?

Hier findest du Hilfe:

Belästigt.ch, Onlineberatung bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz

Verzeichnis von Anlaufstellen

(dpa/tzi)

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