Aktualisiert 25.06.2009 16:28

Transfer-CoupHakan Yakin für zwei Jahre zum FC Luzern

Die Katze ist aus dem Sack. Hakan Yakin spielt die nächsten beiden Saisons für den FC Luzern. Der 32-jährige Mittelfeldregisseur hat bei den Innerschweizern einen Zweijahresvertrag mit Option auf Verlängerung unterschrieben.

Nach einem weiteren erfolglosen Gastspiel im Ausland lässt sich Yakin wieder in der Schweiz nieder. Der Mittelfeldregisseur hat mit dem FC Luzern einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Der FCL ist sein fünfter Klub in der Nationalliga A - nach dem FC Basel, den Grasshoppers, dem FC St. Gallen und den Young Boys.

Die Berner hatte er vor einem Jahr als Torschützenkönig in Richtung Katar verlassen. Er erlag dem Reiz des Geldes und wechselte zu Al Gharafa. Mit den Verantwortlichen jenes Vereins bekam Yakin aber schon bald Probleme. Ihnen missfiel, dass sich der 76-fache Internationale in der Winterpause offenbar mit einem möglichen vorzeitigen Abgang befasste. Es tauchten Gerüchte über Transfergespräche mit Neuchâtel Xamax auf. Seither spielte Yakin bei Al Gharafa keine Rolle mehr, und die Scheichs verweigerten ihm lange die Freigabe für einen Wechsel.

Von vielen Klubs umworben

Zuletzt sollen sich gleich mehrere Klubs für Yakin interessiert haben, die Wahl des 32-jährigen Baslers fiel nun auf den FC Luzern. Den Innerschweizern ist ein Transfercoup gelungen, nur wenige Tage nachdem sie sich in extremis den Klassenerhalt gesichert hatten.

Yakin will sich beim FCL auch wieder für die Nationalmannschaft aufdrängen. Wegen mangelnder Spielpraxis wurde er in jüngster Vergangenheit von Ottmar Hitzfeld nicht mehr berücksichtigt. Sein letzter Einsatz in der Landesauswahl datiert vom 11. Februar dieses Jahres, als er im Test gegen Bulgarien (1:1) für 24 Minuten aufs Feld kam. In den zwei WM-Qualifikations-Duellen mit Moldawien fehlte er im Aufgebot.

Die Bühne, auf der sich Yakin in der nächsten Saison bei Heimauftritten bewegen wird, ist etwas bescheiden. Der FC Luzern muss nämlich ins Exil nach Emmenbrücke, weil das altehrwürdige Allmend-Stadion der Swissporarena Platz macht. (si)

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