Hakenkreuze auf der Herbstkollektion
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Hakenkreuze auf der Herbstkollektion

Der Modekonzern Esprit ist ins Fadenkreuz des deutschen Verfassungsschutzes geraten. Grund: In der Herbstkollektion ist eine Strickjacke mit Hakenkreuz-Knöpfen.

Neben dem Reissverschluss und Stehkragen der Jacke sind zwei Lederknöpfe zu sehen, deren Muster an das NS-Symbol erinnert. Der Katalog war den Ermittlern von einer Rechtsanwältin zugeleitet worden. «Wir prüfen, ob wir ein Verfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen einleiten», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Düsseldorf der Boulevardzeitung «Express». Entscheidend sei, ob das Muster vorsätzlich verbreitet wurde.

Die Modemacher sehen in den Knöpfen offenbar keine Ähnlichkeiten zu Nazi-Symbolen. «Wir bedauern, wenn für irgendjemanden in der Gestaltung oder Abbildung dieser Knöpfe eine entfernte Beziehung zu Ungesetzlichkeiten wahrgenommen wird», sagte ein Unternehmenssprecher dem Blatt.

Der Katalog sei inzwischen «vom Markt genommen worden». Von einem Rückzug der Leder-Knöpfe aus dem Handel ist allerdings keine Rede. «Die Knöpfe, auf die sich der Artikel bezieht, werden seit Jahren verbreitet und von verschiedenen Bekleidungsunternehmen verwendet», gab der Sprecher weiter zu Protokoll.

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