Halali auf Schweizer Filesharer: Musikindustrie vor dem Angriff
Aktualisiert

Halali auf Schweizer Filesharer: Musikindustrie vor dem Angriff

Die Musikindustrie weitet den Kampf gegen Raubkopierer und Filesharer aus. Mitte Jahr sollen solche Urheberrechtsverletzungen auch in der Schweiz eingeklagt werden.

Die internationale Musikindustrie geht in einer dritten Klagewelle gegen das illegale Herunterladen und Raubkopieren vor. Mutmassliche Urheberrechtsverletzungen würden auch in den Niederlanden, in Irland, Island, Finnland und Japan geahndet, teilte die Internationale Vereinigung der Phonoindustrie (IFPI) mit.

Bei jeder neuen Klagewelle der Phonoverbände kommen etwa drei neue Länder hinzu. Laut Beat Högger von der hiesigen IFPI wird die Schweiz an der vierten Klagewelle teilhaben. Diese sei auf Mitte 2005 geplant.

«Bei dieser Grossaktion werden wir in einem ersten Schritt gegen Filesharer vorgehen, die Musik illegal im Internet zum Download anbieten oder sonst wie illegal verbreiten», so Högger. In einem zweiten Schritt würden auch «Gross-Nutzer», also die reinen Downloader dieser illegalen Angebote belangt.

Die Musikindustrie ist überzeugt, mit den Klagewellen die illegale Verbreitung von Musik einzudämmen. So soll sich der Rücklauf bereits messen lassen; die Nutzerzahl der Tauschbörse Kazaa sei von etwa einer Milliarde angebotener Musikstücke im April 2003 auf 760 Mio. Dateien im Januar 2005 geschrumpft. Auf welche Messung sich die IFPI dabei beruft, ist nicht bekannt.

(phz)

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