Mut zum Berufswechsel: «Halb gut ist beim Job pure Verschwendung»
Aktualisiert

Mut zum Berufswechsel«Halb gut ist beim Job pure Verschwendung»

Bestsellerautor Tom Diesbrock erklärt, wann es Zeit ist für einen neuen Job und warum man im Berufsleben keine Angst vor einer Neuorientierung haben muss.

von
Elisabeth Rizzi

Herr Diesbrock, wie zufrieden sollte man mit seinem Job sein?

Tom Diesbrock: Das ist individuell unterschiedlich: Wenn Sie aber bedenken, wie viel unserer Lebenszeit wir mit Arbeit verbringen, ist «halb gut» pure Verschwendung!

Wann ist es Zeit für einen neuen Job?

Wenn die inneren Widerstände wachsen und die Energie rauben. Wenn die Lebensqualität sinkt und ich mich sogar zunehmend niedergeschlagen bis depressiv fühle.

Warum schaffen viele den ersten Schritt zur beruflichen Neuorientierung nicht?

Viele lassen sich von ihren Ängsten blockieren und denken Dinge wie: «Ich bin sowieso zu alt, jemanden wie mich stellt doch keiner ein» oder «Ich bekomme nie wieder einen Job.»

Was soll man stattdessen tun?

Auch wenn ich noch nicht weiss, wohin es geht: Ich muss aufbrechen und mich auf die Suche machen. Es wäre ganz falsch, die eigenen Wünsche, Ideen und Träume nicht ernst zu nehmen.

Ist das nicht etwas blauäugig?

Die genialsten Ideen scheinen immer erst einmal Spinnereien zu sein und bekommen erst Substanz, wenn wir uns mit ihnen beschäftigen. Etwas vorschnell als unrealistisch zu verwerfen, ist ein Zeichen von Angst vor wirklicher Veränderung.

Soll man also immer aufs Ganze gehen?

Natürlich sollte man Risiken genau abwägen und nicht einfach aus dem Bauch heraus kündigen. In Zeiten ständiger Umstrukturierungen und Umbrüche ist aber auch das Bleiben ein Risiko.

«Jetzt mal Butter bei die Fische!»

In seinem Ratgeber «Jetzt mal Butter bei die Fische!» ruft Tom Diesbrock dazu auf, zu neuen Ufern aufzubrechen. «Es ist sicherer, Schwimmen zu lernen, als das Am-Rand-Festklammern zu perfektionieren», ist der Autor überzeugt. Das Buch ist im Campus-Verlag erschienen.

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