Halbe Million fürs Nicht-Schwul-Sein
Aktualisiert

Halbe Million fürs Nicht-Schwul-Sein

Nach jahrelanger Hänselei wegen angeblicher Homosexualität ist einem Schüler im US-Staat Kansas eine Entschädigung in Höhe von 440.000 Dollar zugesprochen worden.

Für die Summe muss das Schulamt der Ortschaft Tonganoxie beziehungsweise deren Versicherung aufkommen, wie der Anwalt des heute 18-jährigen Dylan Theno am Freitag mitteilte. Demnach wurde der heterosexuelle Jugendliche lange Zeit von seinen Mitschülern als Schwuler beschimpft, so dass er schliesslich sogar ein Jahr vor dem Abschluss die Schule verliess. Vor Gericht machte Theno unter anderem geltend, die Schulbehörden seien eingeschritten, als ein Mädchen sexuell belästigt worden sei, hätten seinen Fall aber schlicht ignoriert. Anwalt Arthur Benson erklärte, das Urteil werde weit reichende Folgen haben für die Art und Weise, wie Bildungsinstitutionen künftig mit Hänseleien und Schikanen unter Schülern umgingen. (dapd)

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