Aktualisiert 26.07.2011 15:32

Hungersnot

Halbe Million Kinder akut vom Tod bedroht

Die Hungersnot am Horn von Afrika wird immer schlimmer: Elf Millionen Menschen sind davon betroffen. Jetzt werden die reichen europäischen Staaten in die Verantwortung genommen.

von
Katherine Houreld

Die britische Regierung hat wohlhabende europäische Staaten zu mehr Hilfe für die notleidende Bevölkerung aufgefordert. «Wir haben bisher einige lächerliche Angebote von reichen europäischen Regierungen gesehen», sagte der britische Minister für internationale Entwicklung, Andrew Mitchell, am Wochenende in Nairobi. Mitchell kündigte eine Spende der britischen Regierung in Höhe von 60 Millionen Euro an. Er rief andere Länder dazu auf, ihrerseits stärker zu ­spenden. Es sei schrecklich, dass Babys infolge des Nahrungs­mangels sterben müssten, sagte Mitchell.

Mindestens elf Millionen Menschen sind von der Katastrophe bedroht. Zwei Millionen Kinder sind gemäss Unicef-Angaben auf Nahrungshilfe angewiesen – eine halbe Million Kinder ist akut vom Tod bedroht. Unicef-Exekutivdirektor Tony Lake sagte, die Lage in der Region werde sich in den kommenden Monaten noch verschärfen: «Es werden weitere Monate vergehen, bevor es überhaupt eine Ernte geben kann.»

Der Papst rief die internationale Gemeinschaft zum raschen Handeln auf. Er sprach von einer «humanitären Katastrophe», die «unsere Brüder und Schwestern, darunter viele Kinder, schwer auf die Probe stellt».

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