Aktualisiert 07.06.2006 16:26

Halbfinal-Showdown am French Open

Am French Open in Paris kommt es am Freitag zu den bestmöglichen Halbfinalbegegnungen überhaupt: Roger Federer (Sz/1) trifft auf die Nummer 3 David Nalbandian (Arg). Für den zweiten Halbfinal haben sich am Mittwoch der grosse Favorit Rafael Nadal (Sp/2)und Ivan Ljubicic (Kro/4) qualifiziert.

Das Geschehen im Männer-Turnier nimmt weiter seinen erwarteten Verlauf. Mit Roger Federer, David Nalbandian, Nadal und dem als Nummer 4 eingestuften Kroaten Ivan Ljubicic, der den Franzosen Julien Benneteau eliminierte, sind in Roland Garros die ersten vier der Setzliste erstmals seit 21 Jahren in den Halbfinals wieder unter sich.

Verlaufen auch die zwei Einzel am Freitag «nach Programm», geht der rund um das French Open meistgehörte Wunsch in Erfüllung und stehen sich am Sonntag im Final Federer und Nadal gegenüber. Auf Spekulationen wollte sich wie am Tag zuvor Federer auch Nadal nicht einlassen. «Ich muss erst einmal so weit kommen», sagt er. Im Halbfinal scheint ihm mit Ljubicic die etwas leichtere Aufgabe als Federer gegen Nalbandian bevorzustehen. Allerdings bekundete er beim letzten Aufeinandertreffen mit dem Kroaten allergrösste Mühe. Im Final des Masters-Series-Turniers im vergangenen Oktober in Madrid setzte er sich nach 0:2-Satzrückstand erst im Tiebreak des Entscheidungssets durch.

Nadal bekundete gegen Djokovic, der als erst zweiter Spieler seines Landes nach Slobodan Zivojinovic im Viertelfinals eines Grand-Slam-Turniers stand, auf dem Weg zum erwarteten Erfolg keine allzu grossen Probleme. Mit Breaks zu Beginn beider Sätze sorgte er im ersten Kräftemessen mit dem Spieler aus Belgrad frühzeitig für klare Verhältnisse. Der Titelverteidiger von der Ferieninsel Mallorca, der auch in seinem 12. Einzel in Roland Garros ungeschlagen blieb, zeigte sich im Vergleich zu seinen letzten Auftritten gegen Paul-Henri Mathieu und Lleyton Hewitt verbessert.

Bei Djokovic akzentuierten sich die gesundheitlichen Probleme zu Beginn des zweiten Satzes. Beim Stand von 0:3 liess er sich vom Physiotherapeuten behandeln, eine Linderung der Schwerzen im Bereich der linken Hüfte schien aber nicht einzutreten. Im September wird der 19-Jährige in Genf zu sehen sein. Im Davis Cup tritt er mit Serbien gegen die Schweiz zur Barrage um einen Platz in der Weltgruppe an.

Ljubicic schaffte mit dem ungefährdeten 6:2, 6:2, 6:3 gegen Benneteau in seinem 27. Grand-Slam-Turnier erstmals den Sprung in die Halbfinals. Für den 27-jährigen Glatzkopf stellt dieses Ergebnis ein weiteres Highlight dar, nachdem er im Dezember mit dem kroatischen Team erstmals den Davis Cup und vor kurzem in Düsseldorf den Team World Cup gewonnen hatte. Benneteau, als Nummer 95 der deutlich am schlechtesten klassierte Viertelfinalist, vermochte mit Ljubicic lediglich zu Beginn der Begegnung mitzuhalten. (si)

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