Hallenstadion-Strich: Polizei schleppt Damen notfalls ab
Aktualisiert

Hallenstadion-Strich: Polizei schleppt Damen notfalls ab

Strassenstrich vor dem Hallenstadion geplant: Während der Extasia wollen zehn Prostituierte in drei Wohnwagen ihre Liebesdienste anbieten. Das geht selbst den Messe-Veranstaltern zu weit.

Sex im Hallenstadion ist verboten, denn dort gilt das Gastgewerbegesetz. Aber ausserhalb der grossen Hallen ist alles anders: Vor allem am kommenden Wochenende «stehn die Nutten sich», wie im Songtext der Münchner Spider Murphy Gang, «die Füsse platt». Drei Wohnwagen mit zehn Prostituierten aus Deutschland plant der Escort-Service Swiss-Elite-Models während der Sexmesse Extasia an der Wallisellenstrasse zu stationieren.

Trotz grosser Entrüstung, verhindern kann dies niemand. Weder die Stadtpolizei, da die Strasse im offiziellen Strichplan eingezeichnet ist, noch der Quartierverein, der laut Präsident Daniel Racine «gar nicht erfreut» über die Verluderung Oerlikons ist, noch die Messe-Veranstalter: «Wir sind eine Erotikmesse und wollen keine Prostitution fördern», sagt Pressesprecher Ivo Ganz.

Mobil machen gegen den Caravansex will jetzt CVP-Gemeinderat und Fraktionschef Christian Traber, der sich bereits gegen die Wohnwagenprostitution beim Escher-Wyss-Platz gewehrt hatte: «Gegen diese Auswüchse vor dem Hallenstadion prüfe ich Massnahmen auf politischer Ebene», kündigt er an. Erschwerend dürfte für die Prostituierten am kommenden Wochenende hinzukommen, dass an besagter Strasse das Halteverbot gilt: «Notfalls schleppen wir die Damen ab», sagt Polizeisprecher Marco Cortesi.

Alexandra Roder

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