Katastrophen-Alarm: Haltestellen-Tafeln sollen über Gefahren aufklären
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Katastrophen-AlarmHaltestellen-Tafeln sollen über Gefahren aufklären

Im Katastrophenfall soll die Schweizer Bevölkerung künftig an Briefkästen oder an Postautohaltestellen Informationen erhalten.

von
nag
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Ob auch abgelegene Haltestellen Bestandteil des Warnsystems sein sollen, ist noch unklar: Die Postauto-Haltestelle Sustenbrüggli an der Sustenstrasse.

Ob auch abgelegene Haltestellen Bestandteil des Warnsystems sein sollen, ist noch unklar: Die Postauto-Haltestelle Sustenbrüggli an der Sustenstrasse.

kein Anbieter/Martin Rüetschi
Viele Leute erreichbar: Postauto-Fahrpläne am Bahnhof in Bülach ZH.

Viele Leute erreichbar: Postauto-Fahrpläne am Bahnhof in Bülach ZH.

kein Anbieter/Gaëtan Bally
Haltestellen müssten von Papier auf batteriebetriebene Anzeigetafeln umgerüstet werden: Eine Postauto-Haltestelle in der Gemeinde Isenthal auf der Strecke Altdorf-Isenthal im Kanton Uri.

Haltestellen müssten von Papier auf batteriebetriebene Anzeigetafeln umgerüstet werden: Eine Postauto-Haltestelle in der Gemeinde Isenthal auf der Strecke Altdorf-Isenthal im Kanton Uri.

kein Anbieter/Urs Flüeler

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) trifft Abklärungen, wie es im Katastrophenfall die Post-Infrastruktur zur umfänglichen Warnung, Alarmierung und Information der Bevölkerung nutzen kann. Gemäss Recherchen von SRF stünden dabei Briefkästen oder Postautohaltestellen im Fokus.

Die Tafeln an Postautohaltestellen sollen demnach künftig nicht nur über Abfahrtszeiten informieren, sondern auch vor drohenden Gefahren warnen. So wie es teils beim öffentlichen Verkehr in den Städten bereits üblich ist, müssten dazu laut Babs-Direktor Benno Bühlmann Papier-Anzeigetafeln durch batteriebetriebene ersetzt werden. Informationen könnten damit per Funk auf die Tafeln übermittelt werden.

Den Vorteil des überarbeiteten Konzeptes sieht Bühlmann darin, dass man damit viele Leute erreichen könnte und ein Stromausfall diesem System nichts anhaben könne.

Unklarheiten bei der Finanzierung

Das Bundesamt und die Post seien momentan im Gespräch, in welcher Grössenordnung sie das Projekt als Ergänzung zu Sirenen, Radio und Internet angehen wollen. Angedacht ist auch, an Briefkästen auf Gefahren aufmerksam zu machen. Die Idee stösst gemäss SRF bei Experten auf offene Ohren.

Diskutiert wird auch über die Finanzierung: Noch liegen keine Informationen darüber vor, wie teuer solch ein flächendeckendes System werden könnte. Immerhin hat die Post bereits Erfahrungswerte mit elektronischen Anzeigetafeln gesammelt: Ohne Beteiligung des Bundes musste sie ein Projekt aus Kostengründen aber wieder einstellen. Mit Unterstützung des Bundes stünde einer Realisierung wohl nichts im Wege.

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