Hamas droht: «Pforten der Hölle sind geöffnet»

Aktualisiert

Hamas droht: «Pforten der Hölle sind geöffnet»

Mehr als 200000 Menschen nahmen gestern in Gaza an einem Trauermarsch für den getöteten Hamas-Gründer Scheich Ahmed Jassin teil.

Trauernde versuchten, den Sarg zu berühren, viele forderten Rache für den israelischen Angriff. Es war die grösste Versammlung in Gaza-Stadt seit Jahrzehnten. Neben dem 67-jährigen Jassin wurden sieben weitere Menschen getötet.

«Worte können nicht das Gefühl von Wut und Hass in unseren Herzen beschreiben», sagte Ismail Hanijeh, ein enger Vertrauter Jassins.

Die Hamas-Führung kündigte eine blutige Vergeltung an: «Scharon hat die Pforten der Hölle geöffnet. Nichts wird uns daran hindern, ihm den Kopf abzuschlagen.» In Erwartung von Racheakten riegelte Israel die Grenzen zum Gazastreifen und zum Westjordanland ab.

Die palästinensische Autonomiebehörde erklärte, Israel habe mit «diesem billigen und schmutzigen Verbrechen» alle Grenzen überschritten. Sie rief eine dreitägige Trauer aus.

Der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas verteidigte die Tötung Jassins, den er den «palästinensischen Bin Laden» nannte. Ministerpräsident Ariel Scharon sagte, Jassin sei ein Massenmörder. Die Militäraktion stiess allerdings auch in Israel auf Kritik. Die Opposition und einige Regierungsmitglieder warnten vor einer Zunahme der Gewalt.

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